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Bamberger: Prävention und Repression

Debatte um Filz Bamberger: Prävention und Repression

Der CDU-Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters, Dirk Bamberger, sieht in der Filz-Diskussion seine Integrität durch die SPD in Frage gestellt

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Ein Standort der Stadtverwaltung in der Barfüßerstraße. Die heftige Auseinandersetzung um die Bekämpfung von Filz und Korruption geht weiter – alle Beteiligten betonen, dass die Beschäftigten der Stadt ihr „volles Vertrauen“ genießen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Bamberger spricht von einer „Kampagne“ gegen seine Person. SPD-Fraktionschef Steffen Rink hatte ihm vorgeworfen, erneut nach dem Motto „Verdächtigungen auszusprechen, Schlechtreden und hinterher alles von sich weisen“ verfahren zu sein.

Bamberger erklärt darauf erneut, er habe allgemein auf die Notwendigkeit der Bekämpfung von Filz und Korruption hingewiesen. Er habe „Filz und Korruption bekämpfen“ als ein wichtiges Handlungsfeld für sich definiert. Damit seien Prävention und Repression gemeint, wie auch im Handbuch des Hessischen Innenministeriums aufgeführt. „Die Beschäftigten der Stadt genießen mein vollstes Vertrauen.“ Die SPD solle sich aber überlegen, ob sie die Benennung politischen Filzes (gemeint ist der Begriff im Sinne von Ämterpatronage) in der Stadtverwaltung wirklich wünsche.

"Gegenseite gehen die sachlichen Argumente aus"

Die Stadtverordnete Andrea Suntheim-Pichler (Bürger für Marburg) erklärte unterdessen, Dirk Bamberger habe längst bewiesen, dass er Personalverantwortung und Verantwortung für seine Kolleginnen und Kollegen übernehmen könne. Der Gegenseite gingen die sachlichen Argumente aus.

Wie zuvor die anderen bürgerlichen Oppositionsparteien CDU, FDP und Marburger Bürgerliste kritisierte Suntheim-Pichler, dass sich der Magistrat in den Wahlkampf eingemischt habe.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hatte auf Bambergers Wahlkampf-Forderung „Filz und Korruption bekämpfen“ mit einem Brief an Bamberger reagiert, in dem er dem Christdemokraten vorwarf, die Beschäftigten der Stadtverwaltung unter „Generalverdacht“ zu stellen. Vaupel hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er als Personaldezernent - und damit als hauptamtliches Magistratsmitglied - schreibe. Auch der Personalrat hatte mit einem offenen Brief an Bamberger reagiert.

von Till Conrad

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