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Bären-Auftritt im fünften Stockwerk

Waschbären in Marburg Bären-Auftritt im fünften Stockwerk

Waschbären sind niedlich anzusehen, werden aber schnell zur Plage. Inzwischen machen sie sich selbst mitten in Marburg breit. Auf der Suche nach Beute klettern sie selbst Hausfassaden hoch.

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Den Balkon im fünften Stock eines Hauses im Südviertel erkundete ein Waschbär.

Quelle: Privatfotos (Fotomontage: Richter)

Marburg. Besucher kommen gewöhnlich durch die Tür. Ungebetene Gäste wählen schon mal andere Wege. Eine Wohnungsinhaberin im Marburger Südviertel erhielt die Tage solch ungebetenen Besuch. Der wählte seinen Weg über Rankpflanzen und landete so auf ihrem Balkon im fünften Stockwerk.

Niedlich anzusehen war der Waschbär schon, als er durch die Scheibe blickte und durch Blumenkästen und über das Balkongeländer marschierte.
Über die Rankpflanzen versuchte er schließlich nun auch wieder den Weg zurück zum Erdboden zu nehmen, was ihm aber misslang, da er sich in den Ranken der Pflanze verfing, berichtet Andreas Brauer, stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Die Feuerwehrleute versuchten durch beherztes Zugreifen, den bärigen Besucher aus seiner Lage zu befreien, aber das funktionierte nicht. „Durch mächtiges Fauchen und Zubeißen entzog sich das Tier erfolgreich der Inobhutnahme“, so Brauer. Letztendlich war die Angst des Waschbären vor den Feuerwehrleuten größer als vor der Höhe. Er kletterte langsam die Rankpflanzen herunter und verschwand in Nachbars Garten.

Insgesamt sind in Marburg und Hessen immer mehr Waschbären zu erwarten. Die Population im Landkreis geht vermutlich zum großen Teil auf ein einziges Waschbärenpärchen zurück. „Das wurde nach dem Krieg aus einer Farm am Edersee ausgesetzt“, erklärt Walter Fiebig, Forstamtmann aus dem Forstamt Burgwald. „Die Tiere sind Allesfresser und finden immer etwas. Besonders lieben sie Speisereste von Komposthaufen. Und in den Städten Leckereien aus den Gelben Säcken.“

Ansprechpartner: Klaus Mench, Telefon 0 64 66 /16 55.

von Axel Ehrlich
und Heike Horst

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