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Axt-Anschlag auf Amtsgericht

Festnahme Axt-Anschlag auf Amtsgericht

Großeinsatz in der Universitätsstraße: Spezialeinsatzkommando überwältigt einen psychisch labilen 47-Jährigen aus Lohra. Der Mann ist am Dienstagvormittag bewaffnet in den Marburger Gerichtskomplex gestürmt. Verletzt wurde niemand.

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Das Spezialeinsatzkommando überwältigte den Angreifer und führte ihn ab. Zuvor verschanzte er sich zweieinhalb Stunden im Eingangsbereich des Amtsgerichts.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Anschlag auf das Amtsgericht: Ein 47-jähriger aus Lohra rannte mit einer Axt und einem Messer bewaffnet am Dienstag in das Gerichtsgebäude an der Universitätsstraße. Er drosch mit einem Motorradhelm auf die Scheibe des Pförtnerhauses im Eingangsbereich ein, drohte den Wachleuten und schlug mit der Axt um sich.

Der Pförtner löste Alarm aus, die Polizei raste mit mehreren Einsatzwagen zum Gerichtskomplex. Unterdessen begannen die Wachleute mit der Evakuierung des Gebäudes. Etwa 80 Angestellte flohen auf den Parkplatz hinter dem Gebäude. Unklar war, ob der Angreifer weitere Waffen, etwa Sprengstoff in seinem Rucksack trug.

Versuche, den Attentäter zu beruhigen, schlugen fehl. Er wütete weiter in der Schleuse zwischen Eingangs- und Sicherheitstür, demolierte mit der Axt die Lautsprecheranlage. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Gießen rückte mit drei Mannschaftswagen an, ein Team von Unterhändlern redete auf den psychisch offenbar labilen Mann ein. Nach zweieinhalb Stunden öffnete er unbewaffnet die Eingangstür, wurde vom SEK umzingelt und überwältigt. Verletzt wurde niemand. Der Angreifer schweigt derzeit zu den Tatmotiven.

Weiter Informationen zur Tatwaffe, dem Hintergrund des Täters und den SEK-Einsatz finden Sie im ausführlichen Artikel.

von Björn Wisker

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Pförtner verhindert Axt-Amoklauf

Schock in Marburgs Gerichtsgebäuden: Nachdem ein Bewaffneter in das Haus gestürmt ist, hielten Pförtner und Wachmannschaft den psychisch kranken Angreifer in Schach - und verhinderten wohl einen Amoklauf.

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Prozessauftakt

Vor dem Landgericht hat am Donnerstagmorgen der Prozess gegen den 47-Jährigen begonnen, der im Juli 2013 mit einer Axt das Gericht stürmte und randalierte. In einer ersten Aussage sprach der Mann über seine "Schnapsidee".

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