Vor dem Marburger Landgericht wurde gestern ein Autodieb zu einer Gefängnisstrafe veruteilt. Archivfoto
Marburg. Insgesamt 10 Autos soll die Diebesbande erbeutet haben. Hauptsächlich wurden Geländewagen eines japanischen Herstellers gestohlen, die nach Osteuropa weiterverkauft werden sollten. In einer Scheune bei Rauschenberg wurden die gestohlenen Autos aufbereitet, die der aus Osteuropa stammende Haupttäter, dessen Verfahren noch läuft, nach eigener Aussage zumeist bei Autohäusern in der ganzen Republik aber auch bei Privatpersonen stahl.
In seinem Urteil blieb Richter Paul nah an den Anträgen des Staatsanwaltes. Der Mechaniker der Gruppe erhielt wegen Urkundenfälschung und schwerem Bandendiebstahl eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten und wird nach Verbüßung der Strafe in sein Heimatland abgeschoben.
Der Marburger, der den Männern die Scheune zur Verfügung gestellt hatte, kam noch einmal glimpflich davon: Da er von Anfang an geständig war, Familienvater ist, eine Arbeitsstelle hat und nicht vorbestraft war, bekam er eine dreijährige Bewährungsstrafe und die Auflage 90 Stunden gemeinnütziger Arbeit zu leisten.
von Christoph Wohlleben
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