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Auszeichnungen bei Feierstunde für Freiwillige

Landesehrenbriefe und Historisches Stadtsiegel Auszeichnungen bei Feierstunde für Freiwillige

Sechs ehrenamtlich engagierte Marburger haben Auszeichnungen mit Landesehrenbriefen und Historischen Stadtsiegeln erhalten.

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Francoise Mühlberger (links) sowie Karl-Heinz und Lotte Bormuth erhielten von OB Egon Vaupel das Historische Stadtsiegel. Bärbel Kaufmann, Gerhard Haberle und Margret Prause bekamen den Landesehrenbrief.

Quelle: Pressestelle Stadt Marburg

Marburg. Kultur, Sport, Entwicklung der Kommune, Soziales: Die Politik könne für 
alles lediglich Rahmenbedingungen schaffen, doch „die Qualität des Lebens in der Stadt machen die ehrenamtlich Tätigen aus“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

Zu Gerhard Haberle (Landesehrenbrief):
Seit 1997 ist er Sprecher für die Lokale-Agenda-Gruppe „Nachhaltige Stadtentwicklung“ und Initiator vieler Projekte. „Eine Aufzählung wäre gleichbedeutend mit einem Rundgang durch die gesamte Stadt“, sagte Vaupel. Haberle ist gelernter Bauingenieur und einer der Gründer der „Initiativgruppe Marburger Stadtbild und Stadtentwicklung“ (IG MARSS). Seit 2012 engagiert er sich im Vorstand des Vereins, der sich der kritischen Begleitung der Stadtentwicklung widmet. Außerdem war er Personalratsmitglied der Universität und Mitglied der Schulkommission. Szenekennern ist er zudem als leidenschaftlicher Jazzmusiker bekannt.

Zu Bärbel Kaufmann (Landesehrenbrief):
Sie sei das „Gesicht der Oberstadt“, sagte Vaupel. Seit 1995 engagiert sie sich für die Oberstadtgemeinde, wo sie für „alle Nöte der Stadtteilgemeinde ein offenes Ohr hat“. Seit 20 Jahren ist die gebürtige Kasselerin als Vorsitzende des Vereins Alter Botanischer Garten aktiv. Sie habe diesen durch „manche schwierige und spannende Diskussion und Situation geführt“, sagte Vaupel. Von 1989 bis 1997 war Kaufmann zudem Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, wo sie die Fraktion Bürger für Marburg vertrat.

Zu Margret Prause (Landesehrenbrief):
Sowohl als Mitglied des kirchgemeindlichen Besucherdienstes wie auch schon zuvor besucht sie Alte und Kranke in Moischt. „Das ist sehr nachhaltig und so wichtig in unserer Gesellschaft“, sagte Vaupel. Kontakte aufrechtzuerhalten, das sei die Grundlage dafür, ein Leben lebenswert zu halten. Seit 1995 ist sie Mitglied im Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde Moischt; seit dem Zusammenschluss mit dem Kirchenvorstand Wittelsberg 2012 auch im Vorstand der gesamten Gemeinde. Außerdem engagiert sie sich im Friedhofsausschuss und organisiert die Friedhofspflege.

Zu Lotte und Karl-Heinz Bormuth (Historische Stadtsiegel):
Seit einem halben Jahrhundert richten sie am Heiligen Abend eine Weihnachtsfeier für einsame, sozial schwache und obdachlose Menschen aus Marburg und dem Landkreis aus. „Seit 50 Jahren verzichten Sie an diesem Tag auf Privatsphäre“, sagte Vaupel. Bormuths sorgten für kulturelle Beiträge, bereiteten zum Teil selbst die Verpflegung zu und organisierten 
einen Fahrdienst, der einen Großteil der Gäste wieder nach Hause bringt. Er selbst besuche diese Feier seit vielen Jahren und seine Heiligen Abende hätten damit an Qualität gewonnen, sagte der OB. „Diese Besuche relativieren manches im eigenen Leben.“

Zu Francoise Mühlberger (Historisches Stadtsiegel):
Vor 40 Jahren war sie Mitbegründerin der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Marburg. Seitdem ist sie, selbst in Frankreich geboren, deren Präsidentin und Vorsitzende. Unter ihrer Leitung wurden zahlreiche Vorträge, Themenabende und auch Reisen realisiert. „Frieden in der Welt, den beeinflussen wir dadurch, dass wir Frieden in unseren Nachbarschaften stiften – auch von Marburg aus“, sagte Vaupel. Freundschaft gerade zum Landes-Nachbarn sei eine immerwährende Aufgabe. Dieser Aufgabe, der Förderung der deutsch-französischen Verständigung und des kulturellen Austauschs habe sich die Gesellschaft verschrieben.

von Lisa Rossmann

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