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Auszeichnung für die "Unermüdliche", die "Hartnäckige"

Ehrung Auszeichnung für die "Unermüdliche", die "Hartnäckige"

Dr. Wiltraud Ackermann ist mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr langjähriges Engagement als Naturschützerin geehrt worden.

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Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (von links) steckte Dr. Wiltraud Ackermann das Verdienstkreuz am Bande an, das Finanzminister Schäfer überreichte.

Quelle: Yannic Bakhtari

Marburg. „Sie ist das ökologische Gewissen der Stadt und vielleicht auch darüber hinaus!“ So stellte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) die Geehrte vor. „Man musste sich warm anziehen, um argumentativ mit ihr mitzuhalten.“

Die BUND-Vorsitzende und Kinderärztin engagiert sich seit langem für eine intakte Umwelt und für ein Minimum an Zerstörung natürlicher Ressourcen. Gegen Atomkraft, für erneuerbare Energien, das sind die Steckenpferde Ackermanns. Aber vor allem die Arbeit mit Kindern, das Sensibilisieren der Jugend sind ihr enorm wichtig.

„An vielen Stellen gab die Geschichte Ihnen recht“

Diese „Unermüdlichkeit und Hartnäckigkeit“, so Spies, habe ihr viel Respekt bei ihren Mitmenschen eingebracht. Sie habe viel Selbstbewusstsein, Bereitschaft zur Frustration und ein gewisses Maß an Beharrlichkeit, verlautbarte Dr. Thomas Schäfer (CDU), hessischer Finanzminister und Überbringer des Bundesverdienstkreuzes in der Ausführung Verdienstkreuz am Bande. „An vielen Stellen hat die Geschichte Ihnen mehr als Recht gegeben. Vielleicht haben Sie auch einen kleinen Beitrag dazu geleistet. Das ehrt Sie.“

Die warmen Worte, die „Traudl“ Ackermann, wie sie von ihren Freunden genannt wird, entgegengebracht wurden, brachten sie zum Weinen. „Ich bin sehr gerührt“, sagte die Naturschützerin überwältigt, „aber alle Verdienste sind das Werk vieler Menschen.“ Damit blieb sie gewohnt bescheiden; dankte anderen BUNDlern, ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Mann für die Unterstützung, die ihr widerfuhr. Die Zuschauer applaudierten ihr lange und es hatte den Anschein, als wollten sie gar nicht mehr aufhören.

Minister Schäfer lobte Ackermann noch, weil „sie auf die Sache selbst konzentriert und nicht von parteipolitischen Entscheidungen gelenkt ist“. Ihr Handeln durchziehe ein roter Faden: „Es ist das Engagement für die Menschen“.

Für Marburgs OB stand fest: „Wiltraud Ackermann hat eine freundlich einnehmende Unwiderstehlichkeit.“ Vermutlich hat sie Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) deshalb für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Auf die Frage, wie sich Ackermann nach der Verleihung der hohen Auszeichnung fühlt, entgegnete sie nur: „Ich fühle mich nicht viel anders als vorher.“

von Yannic Bakhtari

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