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Auszeichnung für „Tor zur Stadt“

Bahnhof des Jahres 2015 Auszeichnung für „Tor zur Stadt“

Wie die OP berichtete, hat die Allianz Pro Schiene die Auszeichnung für den besten Stadtbahnhof in diesem Jahr nach Marburg vergeben.

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Susanne Kosinski (von links), Karl-Peter Naumann, Egon Vaupel, Dirk Flege, Sören Bartol, Bahnhofsmanager Roland Meuschke und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer enthüllten die Messingtafel, in der sich der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz spiegelt.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Grund für die Auszeichnung ist das sanierte Bahnhofsgebäude mit allen Anlagen und der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz. Jurymitglied und Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn Karl-Peter Naumann lobte bei der feierlichen Enthüllung explizit den Gesamteindruck. „Es ist ein richtig guter Alltagsbahnhof und wichtig ist auch, was drum herum ist“, sagte er. Positiv schlage beispielsweise neben der Umfeldgestaltung die Umfeldgastronomie zu Buche.

Dirk Flege, Geschäftsführer der auszeichnenden Organisation, verwies darauf, dass ausgezeichnete Bahnhöfe immer ein Gemeinschaftsprojekt des jeweiligen Bahnhofsmanagements und der Kommune seien. Und das sei in Marburg hervorragend gelungen. Etwa 30 Millionen Euro wurden insgesamt investiert.

Laut Auskunft Fleges ist der Preis aus Publikumssicht vergeben worden. Als kundenfreundlicher und barrierefreier Bahnhof sei er bundesweit vorbildlich. Ebenso der Vorplatz, auf dem sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt nebeneinander bewegen können.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) erinnerte daran, dass vor mehr als zehn Jahren auf Initiative des heimischen Bundestagsabgeordneten Sören Bartol (SPD) eine „Bahnhofskonferenz“ einberufen worden war. Viele Schritte seien danach nötig gewesen und viele Hürden hätten überwunden werden müssen, ergänzte Bartol. Aber das Ergebnis sei jetzt umso schöner, befanden beide. Wie Susanne Kosinski, Leiterin des Regionalbereichs Mitte der Deutschen Bahn, hervorhob, habe es schon zu Beginn einige neue Ideen gegeben. Völlig neu sei beispielsweise der Teilverkauf des Gebäudes an die städtische Gewobau gewesen, die in den Räumen unter anderem Studentenzimmer geschaffen hat. Auch ein Hostel ist im Bahnhof untergebracht.

„Der Bahnhof ist das Tor zur Stadt und zum Landkreis und gerade deshalb ist die Auszeichnung jetzt so wertvoll“, sagte Bartol.

Thomas Busch, Leiter Verkehrs- und Mobilitätsplanung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes freute besonders, dass der seit 2004 ausgelobte Preis zum vierten Mal und zum dritten Mal hintereinander nach Hessen und auch noch in das Verbundgebiet ging.

von Heiko Krause

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