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Von-Behring-Röntgen-Nachwuchspreis

Auszeichnung für Medizinerinnen

Für ihre besonderen Leistungen in der Medizin sind am Dienstag Dr. Poornima Mahavadi und Dr. Silvia Bicker mit Von-Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen geehrt worden.
Gemeinsame Freude über die besonderen Auszeichnungen bei den Nachwuchspreisträgerinnen und ihren Gratulanten: Professor Hans-Dieter Klenk (von links), Professorin Birgit Lorenz, 
Dr. Poornima Mahavadi, Friedrich Bohl und Dr. Silvia Bicker. Foto: Christian Stein

Gemeinsame Freude über die besonderen Auszeichnungen bei den Nachwuchspreisträgerinnen und ihren Gratulanten: Professor Hans-Dieter Klenk (von links), Professorin Birgit Lorenz, 
Dr. Poornima Mahavadi, Friedrich Bohl und Dr. Silvia Bicker.

© Christian Stein

Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise wurden von Stiftungspräsident Friedrich Bohl während eines Festakts im Senatssaal der Justus-Liebig-Universität Gießen an die beiden jungen Forscherinnen überreicht.

„Als eine der größten Medizin­stiftungen Deutschlands sprechen wir jedes Jahr mit unseren Von-Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen jungen und engagierten Forschertalenten unsere Anerkennung aus.
Mit ihrer bedeutenden wissenschaftlichen Arbeit repräsentieren Dr. Silvia Bicker und Dr. Poornima Mahavadi die Zukunft unseres Landes“, erklärte der ehemalige Bundesminister.

Dr. Silvia Bicker erhielt den Preis für ihre Arbeit in der medizinischen Grundlagenforschung zur Rolle der microRNA im zentralen Nervensystem. Ihre Forschungsergebnisse bilden einen wesentlichen Fortschritt zum Verständnis von Informationsverarbeitung und -speicherung im Gehirn.

Die 32-jährige Neurowissenschaftlerin, die mit einer Promotion sub auspiciis praesidentis als höchste Auszeichnung für Studienleistungen in Österreich geehrt wurde, ist seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physiologische Chemie der Philipps-Universität Marburg. Ihre Artikel wurden bereits in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht.

Dr. Poornima Mahavadi wurde für ihre wegweisende Arbeit zur Rolle von lysomalem Stress bei Lungenfibrose geehrt. In ihrer Forschungstätigkeit konnte sie grundlegende Mechanismen der chronischen Lungenerkrankung aufdecken.

Nach Abschluss ihrer ausgezeichneten Doktorarbeit ist die 33-Jährige seit 2009 wissenschaftlich in der klinischen Forschergruppe „Lungenfibrose“ im Zentrum für Innere Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Dr. Poornima Mahavadi erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und ihre bahnbrechenden Forschungsergebnisse wurden in wichtigen Fachzeitschriften publiziert.

Mit seinem abschließenden Festvortrag zum Thema „Hat der Pharmastandort Deutschland Zukunft? – Eine Bestandsanalyse“, leistete der Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, einen interessanten Beitrag zur aktuellen Diskussion um den Forschungs- und Investitions­standort Deutschland.

von unseren Redakteuren

 
Hintergrund

Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen zur Förderung der Hochschulmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg errichtet. Mit ihrem Stiftungskapital in Höhe von 100 Millionen Euro, aus dessen Zinserträgen die Förderung erfolgt, gehört sie zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland.

Gegründet wurde die Von-Behring-Röntgen-Stiftung im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006 mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu entwickeln und zu sichern, teilt die Stiftung mit.

Neben dem Präsidenten und Ex-Bundesminister Friedrich Bohl gehören dem Stiftungs­vorstand als Vizepräsidenten Professor Hans-Dieter Klenk aus Marburg und Professorin Birgit Lorenz aus Gießen an.

Mit den Von-Behring-Röntgen-Nachwuchspreisen ehrt die Stiftung seit 2009 jährlich zwei junge Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen für ihre herausragenden Leistungen in der Medizin oder Biomedizin.

 

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