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Auszeichnung für Algen-Forscherin

Preis für Bio- und Nanotechnologie Auszeichnung für Algen-Forscherin

Die Marburger Initiative Biotechnologie und Nanotechnologie hat die Wissenschaftlerin Dr. Franziska Hempel für ihre Forschung zum Thema „Kieselalgen als Bioreaktoren“ ausgezeichnet. Der ausgeschriebene Preis war mit 5000 Euro dotiert.

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Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Initiative, Stefan Wolf (von links) und Professor Norbert Hampp, mit Preisträgerin Dr. Franziska Hempel und Vorsitzendem Egon Vaupel.

Quelle: Alexander Graf

Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), in Personalunion auch Erster Vorsitzender der Initiative, lobte Hempel für ihre Arbeit und erklärte, dass diese die Zielsetzung der Initiative exzellent widerspiegeln würde. „Der Zweck der Initiative ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Raum Marburg zu stärken.“ Marburg habe im Bereich der Biotechnologie und Nanotechnologie ein großes Entwicklungspotenzial, welches nachhaltig gefördert werden müsse. Im Jahr 2014 sei aus diesem Grund zum ersten Mal der Förderpreis ausgeschrieben worden.

Die dafür vorgeschlagenen Wissenschaftler dürften nicht älter als 35 und ihre Forschung müsse stark anwendungsorientiert sein, wie Vaupel weiter ausführte. Eine Auswahlkommission, die aus drei Professoren der Universität und drei Vertretern der Wirtschaft besteht, wählte in der letzten Auswahlrunde Hempel aus einem Kreis von sechs Kandidaten. Vorgeschlagen wurde sie von ihrem Chef, Professor Dr. Uwe Maier.

Auszeichnung als Ansporn für die Zukunft

Eine große Ehre für die Forscherin: „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung. Die Auszeichnung ist für mich ein großer Ansporn für die Zukunft“, sagte sie. Nach der Überreichung der Urkunde und eines Preisobjekts, eine Plakette mit einer Nano-Oberfläche, durch die Vorstände der Initiative, erzählte die Forscherin von ihrer Arbeit am LOEWE-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie.

Mit Hilfe der Kieselalge „Phaeodactylum tricornutum” soll eine Plattform geschaffen werden, mit deren Hilfe Biopolymere sowie pharmazeutisch relevante Proteine kostengünstig und in großen Mengen produziert werden können. Anwendungsbereiche seien hier besonders die Herstellung von Antikörpern, Impfstoffen und biologisch abbaubarem Kunststoff.

Für das Jahr 2015 wird es erneut eine mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung geben. Die Einreichungsfrist für Bewerbungen um den Preis endet mit Ablauf des 30. Juni 2015.

von Alexander Graf

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