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Auswahl für die Bewohner schrumpft

Wahlen zum Stadtparlament Auswahl für die Bewohner schrumpft

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) wird bei der Kommunalwahl 2016 in der Universitätsstadt nicht antreten. Die Partei hat keinen Wahlvorschlag bei der Stadtverwaltung abgegeben.

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Wenn am 6. März 2016 die neue Marburger Stadtverordnetenversammlung gewählt wird, steht die laut deutschlandweiten Umfragen bei mehr als neun Prozent der Stimmen liegende „Alternative für Deutschland“ (AfD) nicht zur Wahl.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Frist zum Einreichen der Listen, von denen am 6. März 2016 die Kandidaten der zugelassenen Parteien gewählt werden können, ist am vergangenen Montag um 18 Uhr verstrichen. Für die Stadtverordnetenver-
sammlung, die in der bevorstehenden Legislaturperiode 59 Parlamentssitze zählt, treten Politiker dieser Parteien an (deren aktuelle Mandatszahl steht in Klammern):

  • CDU (14)
  • SPD (22)
  • Grüne (13
  • FDP (2)
  • Linke (4)
  • Marburger Bürgerliste (2)
  • Bürger für Marburg (1)
  • Piratenpartei (1)

Damit bewerben sich dieselben Parteien, die 2011 zur Wahl standen und die bis heute unterschiedlich zahlreich im Parlament vertreten sind. Vor vier Jahren hatten die Wahlberechtigten zudem noch die Möglichkeit, der APPD (Anarchistische Pogopartei Deutschlands) oder ÖDP (Ökologisch Demokratische Partei) ihre Stimme zu geben. Diese beiden treten 2016 nicht an.

Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 50,7 Prozent. Die Spitzenkandidaten der bislang stärksten Fraktionen sind dieselben, wie bei der Oberbürgermeisterwahl im Sommer: Dirk Bamberger (CDU), Jan Schalauske (Linke), Dr. Elke Neuwohner (Grüne) und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD).

Zeitgleich zu der Stadtverordnetenversammlung werden die Ortsbeiräte gewählt – erstmals sind auch Listen für die neuen umstrittenen Kernstadt-Bezirke Südviertel, Oberstadt, Waldtal, Weidenhausen und Campusviertel aufgestellt worden.

Konflikte um die Kandidaturen in Bauerbach

Im Gegensatz zu vielen Außenstadtteilen, wo Kandidaten auf Gemeinschaftslisten stehen, kämpfen in vielen Innenstadt-Gremien ausschließlich SPD, Grüne, CDU und Linke um die bis zu neun besetzenden Plätzen. Konkurrenz bekommen die Parteien durch je eine Bürgerliste im Südviertel und in der Oberstadt, im Waldtal tritt eine Gemeinschaftsliste an.

Ähnliches war nach OP-Informationen auch in Bauerbach geplant, wo es nach wochenlangen Verhandlungen einen Wahlvorschlag statt mehrerer Parteien-Kandidaturen hätte geben sollen. Kurz vor dem endgültigen Beschluss einer Personenliste, aus der sich über die meisten auf sich vereinigten Stimmen der Ortsvorsteher ergeben hätte, soll sich die SPD gegen den Plan entschieden und die eigene Kandidatur favorisiert haben. In letzter Sekunde, so teilt das Wahlamt der Stadt auf OP-Anfrage mit, konnte demnach die Liste „Grüne für Bauerbach“ genug Unterstützer-Stimmen sammeln und diese fristgerecht am Montagabend abgeben. In Schröck verzichtet die SPD wie schon in der Vergangenheit auf eine Kandidatur, in der Marbach treten CDU und FDP zusammen an.

Die Kandidaten aller Ortsbeiräte veröffentlicht die OP zu einem späteren Zeitpunkt sowohl in der Zeitung als auch auf www.op-marburg.de

von Björn Wisker

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