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Auslands-Akademiker strömen an Uni

Semesterbeginn Auslands-Akademiker strömen an Uni

Sie kommen aus verschiedenen Ländern, doch haben alle etwas gemeinsam: Tchunang, Asena und Olga wollen Deutschland kennenlernen und in Marburg studieren.

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Olga Shulumei (links) und Asena Binbay bereiten sich auf ihr Informatikstudium in Marburg vor.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Weit mehr als zehn Prozent der Marburger Studierenden (rund 3000) kommen aus dem Ausland. Damit zählt die Philipps-Universität zu den deutschen Hochschulen, an denen Internationalität besonders gefragt ist.

Im hektischen Durcheinander des Semesterbeginns ist es äußerst hilfreich, gemeinsam mit Anderen den verwirrenden Uni-Dschungel zu meistern.

Tchunang Kramnang, Asena Binbay und Olga Shulumei - alle drei Erstsemester - erkunden zu dritt die Universität und die studentischen Treffpunkte. Sie haben sich vor kurzem in Marburg kennengelernt, nahmen gemeinsam an der Orientierungswoche des Sommersemesters teil. Alle drei stammen aus verschiedenen Ländern und kamen aus Neugierde und Wissensdurst nach Deutschland und speziell nach Marburg, um dort zu studieren.

Tchunang stammt ursprünglich aus Kamerun. Der 22-Jährige beginnt in Marburg ein Wirtschaftsmathematik-Studium. Im universitären Bereich ist er jedoch kein Neuling, hat bereits in seiner afrikanischen Heimat vier Semester lang studiert. Doch seine Neugier auf den europäischen Kontinent war groß, er interessiert sich für andere Sprachen und entschied sich für einige Zeit seine Heimat zu verlassen.

In Deutschland "von vorne anfangen"

Nach Deutschland kam er „um von vorne anzufangen“, erzählt er im Gespräch mit der OP. Seine große Leidenschaft sind Zahlen, die Mathematik lag ihm schon immer im Blut. Sein Vater ist Buchhalter und hat dem Sohn das mathematische Talent weiter vererbt. Tchunang will später ebenfalls Buchhalter oder Bankkaufmann werden und seinem „väterlichen Vorbild“ nacheifern.

Seine Eltern haben ihn bei seinem Vorhaben, im Ausland zu studieren, immer unterstützt und sind froh über die Initiative des Sohnes, erzählt er stolz. In Marburg fühlt er sich wohl, ihm gefällt die Stadt sehr, mit seinen Studienkollegen kommt er gut zurecht.

Wie etwa mit Asena und Olga. Die beiden Freundinnen zogen vor rund zwei Jahren getrennt nach Marburg. Während ihrer Zeit als Sprachstudenten lernten sie sich hier bei einem Deutschkurs kennen und haben sich nun für ein Informatikstudium entschieden.

Olga stammt aus der Ukraine und kam ursprünglich als Au-pair in die Bundesrepublik. Nach einem erfolgreichen Austauschjahr ist sie hier geblieben, ihre Gastfamilie hatte sie ins Herz geschlossen und wollte, dass sie bleibt. Sie lebt bei ihren Austauscheltern, die sie längst als festes Familienmitglied betrachten. „Wir haben uns gesucht und gefunden“, erzählt sie lachend. Auch sie ist zudem ein „alter Studienhase“, der neu anfängt. Die vielseitige 26-Jährige hat bereits eine Ausbildung als Dolmetscherin sowie als Erzieherin hinter sich und will nun mit einem Informatikstudium eine weitere Richtung einschlagen.

"Hier ist es gemütlich"

„Kein Job geht heute noch ohne Computer“, weiß sie. Darauf will sie sich ausgiebig vorbereiten und später noch viel erreichen. Welche berufliche Laufbahn sie genau einschlagen wird, weiß sie noch nicht, möchte aber gerne in Marburg bleiben. Die Stadt gefällt ihr.„Hier ist es gemütlich, die Bewohner sind nett und ruhig und man kann hier sehr gut studieren“, erzählt Olga.

Dies sieht auch Freundin Asena so. Die 20-Jährige kam her um Deutsch zu lernen. Ihre Leidenschaft ist die Linguistik, sie spricht bereits vier Sprachen. Neben Serbisch, Türkisch, Englisch und Deutsch lernt sie zurzeit in ihrer Freizeit auch noch Französisch. Als weiteres Hobby ist das Theater ihre große Leidenschaft.

Bereits während der Schulzeit spielte sie auf der Bühne und hat fest vor, ihre Kenntnisse noch weiter zu vertiefen. Trotz ihrer vielen Talente hat sie sich für ein Informatikstudium entschieden. Die Marburger Informatik habe einen guten Ruf, das Zulassungsverfahren ist hier nicht so streng, erzählt der PC-Fan. „Computer und die Bühne, das ist meine Welt“, sagt sie lachend.

von Ina Tannert

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