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Ausländer wählen ihre Vertreter

Politik Ausländer wählen ihre Vertreter

Rund 6000 Migranten können am Sonntag den neuen Ausländerbeirat der Universitätsstadt wählen. 58 Kandidaten treten an, um die Interessen von Ausländern zu vertreten.Problem: die Wahlbeteiligung.

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Am Sonntag wird der neue Marburger Ausländerbeirat, der bis 2020 amtiert, gewählt.

Quelle: Presseamt Stadt Marburg

Marburg. Beim Urnengang 2010 gaben 6,5 Prozent aller damals 4900 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Für Nicht-EU-Ausländer ist die Ausländerbeirats-Wahl jedoch die einzige Möglichkeit der Stimmabgabe - an Kommunalwahlen wie im März 2016 dürfen sie nicht teilnehmen. Einwohner aus 141 Nationen leben in der Universitätsstadt.

„Ein demokratisches System kann nur funktionieren und für die Zukunft weiterentwickelt werden, wenn alle Menschen in einer Kommune eine politische Stimme haben“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

„Wir arbeiten nicht gegeneinander“, sagt Goharik Gareyan, Vorsitzende des Ausländerbeirats. Im zurückliegenden und noch laufenden Wahlkampf stellen sich die Kandidaten der fünf Listen bisweilen gemeinsam vor.

Das sind die Ziele der Kandidaten:

  • VGZ: Gleichberechtigte Teilhabe in den Bereichen Bildung, Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt, Politik und öffentliches Leben. Dr. Madubuko Nkechi, Nummer zwei auf der VGZ-Liste, fordert zudem Zuang zu allen gesellschaftlichen Bereichen, auch für Menschen ohne deutschen Pass.
  • GoG: „Wir sind die Stimme für Integration und Partizipation“, sagt Goharik Gareyan, Spitzenkandidatin. Interkulturellität, Mehsprachigkeit, Interaktion: davon profitiere ganz Marburg.
  • IKL: Man lege ein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Lage für Flüchtlinge und stehe für kulturelle Vielfalt. Insbesondere die Gleichbehandlung ausländischer Frauen stehe auf der Agenda. „Bei und tragen Frauen Verantwortung, auch politische“, sagt Emri Ismani.
  • BDV: Mitwirkungsrecht für Flüchtlinge und Extremismus-Bekämpfung. „Wir sind gerne Ansprechpartner für Integrationsprogramme“, sagt Zorl Erding . Die Förderung von interkulturellem Dialog stehe zudem im Mittelpunkt.
  • SSM: Mehr Migranten sollen in die Gymnasien gebracht werden, weniger in Billiglohn-Jobs kommen. Nach dem Willen von Spitzenkandidat Dr. Mohammad Reza Malmanesh sollen zudem mehr Menschen Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung eingestellt werden.

Die Wahllokale (Stadtverordneten-Sitzungssaal und Treffpunkt Richtsberg) sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

von unseren Redakteuren

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