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Ausgelassene Stimmung trotz Hitze

Ketzerbachfest Ausgelassene Stimmung trotz Hitze

Zum 156. Mal feierten am Samstag die Anwohner der Ketzerbach und hunderte Gäste auf der gleichnamigen Straße. Gemeinsam genossen sie kühles Bier, Bratwürste und Tanzmusik an einem heißen Sommerabend.

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Die Ketzerbach war einseitig für den Verkehr gesperrt, damit die Besucher feiern konnten.Fotos: Alexander Graf

Marburg. Bei den Temperaturen am Wochenende versprachen lediglich kalte Gewässer eine gewisse Abkühlung. Das Ketzerbachfest war da keine Ausnahme. Um neun Uhr abends zeigte das Thermometer immer noch 36 Grad an.

Start wegen Hitze verlegt

Die Kinder nutzten ihre Chance: Während ihre Eltern auf dem Fest Bier und Geselligkeit genossen, tobten sie zuhauf durch das angenehm erfrischende Wasserband. Ganz so ausgelassen konnten es die erwachsenen Festteilnehmer natürlich nicht nachmachen, doch viele tauchten ihre Hände oder Beine zumindest zeitweise in das Wasser - eine äußerst willkommene Abkühlung. Der offizielle Beginn des Ketzerbach-Dämmerschoppens wurde deshalb im Vorhinein von den Organisatoren von 19 auf 20 Uhr verlegt.

Pils gegen die Hitze

„Die hohen Temperaturen sind natürlich ein Thema, über das hier an jedem Biertisch gesprochen wird“, erzählte der 22-jährige Student Lars Beyer. Doch nach zwei bis drei kalten Pils wäre es schon deutlich erträglicher, schob er schmunzelnd nach. Er sei das erste Mal auf dem Ketzerbachfest und zeigte sich erstaunt über die familiäre Atmosphäre. „Das Fest findet auf engstem Raum statt und deshalb mischen sich die verschiedenen Gruppen viel besser durch.“ Man käme als Student mit vielen Menschen ins Gespräch, was eben in einer Kneipe oder bei Großveranstaltungen wie Drei-Tage-Marburg nicht passieren würde.

Heike Keller ist 29 Jahre älter als der Student Beyer, sagte aber interessanterweise fast das Gleiche: Die familiäre Stimmung und die vielen interessanten Gespräche seien genau das, was das Ketzerbachfest auszeichnen.

„Ich komme schon seit so vielen Jahren hierher und es ist immer wieder schön - Hitze hin oder her. Und natürlich werde ich nächstes Jahr wiederkommen“, versprach sie euphorisch, natürlich nicht ohne anschließend über das obligatorische Thema Rekordwärme zu sprechen.

Zur ausgelassenen Stimmung trug auch die Band „Mr. Starlight“ bei. Bei ihrer bunten Mischung aus Oldies, Evergreens und aktuellen Pop- und Rockmusikstücken war für alle Festbesucher von Jung bis Alt etwas dabei und viele nutzten die Situation, um ihre Tanzbeine zu schwingen - trotz subtropischer Temperaturen.

von Alexander Graf

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