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Ausflug im Namen der Rose

Rosenlehrpfad Ausflug im Namen der Rose

Welche Vielfalt der Marburger Rosenlehrpfad bietet, wurde während einer Führung der Marburger Rosenfreunde deutlich.

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Dr. Norbert Clement (4. von links) führte über den von ihm mitkonzipierten Rosenlehrpfad, zu dem Tafeln mit Zeichnungen Pierre-Joseph Redoutés gehören.Fotos: Schneider

Ockershausen. Entlang dem Weg der alten Weinstraße oberhalb von Ockershausen bei den Drei Linden wurden bereits im Sommer 2011 über 50 Wild- und Kulturrosen angepflanzt. Dr. Norbert Clement, Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau vom Landkreis Marburg-Biedenkopf, hat mit Hilfe der Rosenexperten Professor Volker Wissemann und der Rosenfreundin Eilike Vemmer den Rosenlehrpfad konzipiert. Die noch heute erhältlichen echten Rosen wurden zuvor in mühsamer Forschungsarbeit zusammengestellt.

Große Infotafeln geben dem Betrachter Hintergrundinformationen zu Name, Herkunft, Vorkommen und Verbreitung der angepflanzten Rosenarten. Ebenso sind die kunstvollen und detailgenauen Zeichnungen des französischen Pflanzenmalers Pierre-Joseph Redouté (1759 bis 1840) abgebildet. Darauf sind die Rosen leicht wiederzuerkennen. Lediglich „die Farbgebung stimmt nicht immer überein“, darauf wies Clement hin und sagte „vorher weiß man das leider oft nicht“. Er führte die etwa 30 Rosenfreunde entlang dem Rosenlehrpfad und zeigte die Vielfalt der Wildrosenarten von einfachen Formen bis hin zu den besonderen und besser entwickelten Arten. Clement vermittelt sein Wissen anschaulich und erklärt die Hintergründe zu Namen und Herkunft jeder Rose. Leider war die Wildrosenblüte bereits vorüber. Nur noch wenige Blüten zierten die Rosensträucher. Die Pflege des Rosenlehrpfades übernimmt die Stadt Marburg. Bedauerlicherweise kommen immer wieder kleine Rosenpflanzen weg, berichtet Clement. Das sei „besonders ärgerlich“.

Neben dem Rosenlehrpfad befindet sich auf dem fruchtbaren Boden oberhalb von Ockershausen auch ein Kirsch- und Apfellehrpfad.

von Melanie Schneider

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