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Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

"Tag des offenen Denkmals" Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

"Jenseits des Guten und Schönen - unbequeme Denkmäler" hieß das diesjährige Motto. Aber auch viele "klassische" Denkmäler lockten am Sonntag die Besucher an.

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Das Schloss in Rauischholzhausen.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. „Ich freue mich sehr, dass das diesjährige Motto auf so eine große Resonanz in der Bevölkerung gestoßen ist“, sagte Professor Dr. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen über den „Tag des offenen Denkmals“. „Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass die Menschen in zunehmendem Masse bereit sind, sich auch mit den dunklen und schwierigen Kapiteln unserer Vergangenheit auseinander zu setzen.“ Niemand bezweifle, dass gotische Kirchen und barocke Schlösser für die Nachwelt erhalten werden müssten, sagte Weiß. Unbequemen Denkmälern dagegen fehle oft die Lobby, sie drohten vielfach in Vergessenheit zu geraten, wenn niemand sich für sie einsetze.

Waren auch Sie beim „Tag des offenen Denkmals“ und haben Fotos gemacht? Schicken Sie uns Ihre besten Bilder für eine Online-Fotogalerie an feedback@op-marburg.de.

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Bustour führt durch Stadtallendorf

Ein positives Beispiele einer aktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wurde in Stadtallendorf gesetzt. Eine Bustour startete um 14 und 16 Uhr am Dokumentations- und Informationszentrum(DIZ)/Stadtmuseum. Auf der Strecke erläuterten Hans-Jürgen Wolff und Fritz Brinkmann-Frisch verschiedene Gebäude und Erinnerungsorte in Stadtallendorf, die überwiegend den Zweiten Weltkrieg thematisierten.

Dr. Karin Berkemann referierte in ihrem Vortrag „Von Affenfelsen, Nonnenrutschen und Pagoden“ über das Marburger Bausystem. Hauptschwerpunkt dabei, wie auch bei den anschließenden Führungen, waren die Universitätsbauten auf den Lahnbergen aus den 60er Jahren mit Details über die Konstruktionen und technischer Umsetzung.

Viele Besucher nutzen am Sonntag aber auch die Möglichkeit, an verschiedenen Führungen durch „klassische“ Denkmäler teilzunehmen und historische Bauwerke zu besichtigen. An mehr als 25 Orten standen unterschiedliche Aktionen, Konzerte und Veranstaltungen auf dem Programm.

Das Motto 2014 ist farbenfroh

Im nächsten Jahr steht das Motto „Farbe“ im Mittelpunkt des Interesses. „Dann können wir nicht nur die wunderschönen Ergebnisse restaurierter Wandmalereien aus dem Mittelalter und besondere Fassadengestaltungen zeigen“, sagte Weiß, „auch die große Vielfalt der Farbvarianten etwa in der Architektur und der Ausstattung des Jugendstils und der Nachkriegsmoderne wird dann auf sich aufmerksam machen.“

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von Andreas Arlt und Ina Tannert

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