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Aus für den rot-schwarz-grünen Asta

Studierendenparlament Aus für den rot-schwarz-grünen Asta

Auch die vergangene Sitzung des Studierendenparlaments (Stupa) war von Streit um die Zusammensetzung im Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) geprägt.

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Das Studierendenparlamet tagte wieder im Hörsaal H der Philosophischen Fakultät.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Hoch her ging es mal wieder im Studierendenparlament am vergangenen Mittwoch. Eine anhaltende Debatte, jedoch wenig Verwunderung, löste direkt zu Sitzungsbeginn der Rücktritt der umstrittenen Asta-Vorstandsmitglieder Jan Sollwedel (Grüne) und Christopher Vosschulte (RCDS) aus. Nachdem eine Abwahl der Vorstandsmitglieder schon einmal gescheitert war - beide Betroffenen legten wegen nicht ordnungsgemäßer Ladungsfrist erfolgreich Einspruch beim Ältestenrat ein - stand der Punkt erneut ganz oben auf dem Sitzungsplan. Bereits vor der geplanten Abwahl teilte jedoch Stupa-Präsidentin Sandra Seidenglanz (Jusos) den Rücktritt der beiden aus dem allgemeinen Asta-Vorstand mit.

Die Koalition aus Grünen, RCDS und Juso-Hochschulgruppe ist damit nun vollständig zerbrochen und nach Meinung vieler Parlamentarier schon länger nicht mehr existent. Während der mehrstündigen Sitzung kam das angeheizte Thema immer wieder auf. Kritik gegen die Ex-Mitglieder und den gesamten Asta-Vorstand wurde laut. Insbesondere die schlechte Arbeitsweise beziehungsweise ein nicht geleistetes Arbeitspensum sowie ein stockender Informationsfluss seitens des Vorstandes standen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Die Debatte drehte sich in der Regel im Kreis. Gegen die Vorwürfe wehrten sich die verbliebenen Vorstandsmitglieder während des Asta-Berichtes.

Der Asta-Vorstand und Asta-­Referenten informierten die Versammlung über das aktuelle Geschehen. Während der Landes-Asten-Konferenz standen vor allem Themen wie Bildungsstreik und Marburger Zivilklausel im Vordergrund.

Asta Party: NurTerminverschiebung

Das Referat Hochschulpolitik kritisiert die Unterfinanzierung der Universität und wünscht sich mehr Rückhalt von den im Uni-Senat vertretenen Studierenden. Das Referat Antifaschismus und Antidiskriminierung verzichtete im Beisein der Öffentlichkeit auf einen Bericht.

Beim Thema Asta-Party ruderte der Vorstand zurück und stellte klar: „Es war nie die Rede von einer Abschaffung des Festes. Es geht nur um eine Terminverschiebung und umfangreichere Organisation“, sagte Damaris Sanchez-Parellada (DL).

Den Rücktritt der ehemaligen Kollegen Sollwedel und Vosschulte kritisiert der Vorstand. Beide werfen den verbliebenen Mitgliedern schlechte Zusammenarbeit, Defizite und Verzögerungen in der wirtschaftlichen Planung vor, hätten sich jedoch mit dem Rücktritt selber aus der Schusslinie gezogen. „Beide standen selber in der Verantwortung bei eben genau diesen kritisierten Themen“, warf unter anderem Elena Müller den Ex-Kollegen vor. Der Vorstand bestand auf einer Stellungnahme von Sollwedel und Vosschulte zur aktuellen Berichterstattung. Dies lehnten beide ab. Trotz der Bedenken seitens des Parlamentes gegen den Asta-Vorstand wurde der Abwahl-Antrag von Stefan Lange (Juso) mit knapper Mehrheit abgelehnt. Er verbleibt damit im Vorstand.

Wieder Streit um Verbindungsstudenten

Größter Streitpunkt der alten Koalition war immer die Asta-Ämtervergabe für Studierende, die Mitglieder in Studentenverbindungen sind. Dieser Punkt spaltet das Parlament. Eine Seite spricht sich für eine Amtsernennung für Verbindungsmitglieder aus, die andere Seite dagegen. Beide Fronten wettern in gewohnter Stupa-Manier gegeneinander. Bei diesem Hintergrund löste daher die erneute Referatsabwahl einer Verbindungsfrau eine weitere Debatte aus. Kein Wahlglück hatte die umstrittene Frauenbeauftragte Tjorven Merle-Maack. Sie wurde am vergangenen Mittwoch erneut mit nur einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen aus ihrem Amt gewählt. Keine Mehrheit fand die einzige Bewerbung für eine der freien Stellen beim allgemeinen Asta-Vorstand: Felix Blind hatte sich für das Amt beworben und erhielt nur neun Ja-Stimmen.

von Ina Tannert

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