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Aus einer anderen Richtung aufs Leben schauen

Aus einer anderen Richtung aufs Leben schauen

Mit Workshops, Konzerten und Seminaren verbrachten Jugendliche in Tabor ihr Wochenende unter dem Motto „Unlimited“ - zu Deutsch: grenzenlos.

Marburg. „Wir haben hier Jugendgruppen aus allen Ecken Deutschlands zu Gast: aus Hamburg und dem Allgäu, aus Chemnitz und Düsseldorf, um einmal alle Himmelsrichtungen abzudecken“, erzählt Uwe Schmidt, Organisationsleiter des Tabor-Jugendtreffens, stolz. Insgesamt trafen sich am Wochenende etwa 850 Jugendliche in Marburg, um gemeinsam an Seminaren, Workshops und Konzerten teilzunehmen.

Das Motto des Veranstaltungswochenendes lautete: „Unlimited?! Wie weit wirst du geh‘n?“ Laut Schmidt treffe man mit dieser Fragestellung genau den Nerv der heutigen Jugend. „Für Heranwachsende ergibt sich heutzutage eine große Spannung. Auf der einen Seite haben sie unendlich viele Möglichkeiten, wie sie ihr Leben gestalten können, auf der anderen Seite können sie sich aber nicht entscheiden, wollen sich alle Türen offen halten. Wir versuchen, diese Lebensrealität in unseren Workshops aufzugreifen“, sagte Uwe Schmidt. Jugendliche sollten mutig Dinge wagen, aber auch einen Rahmen haben, der sie festhalte. „Für uns spielt dabei der Glaube eine große Rolle.“

Doch auch ganz alltägliche Probleme wie Mobbing, grenzenloser Konsum oder gesunde Ernährung wurden in den verschiedenen Gesprächsrunden behandelt.

Swenja (13) und Selina (13), zwei Teilnehmerinnen aus dem Sauerland, lobten die Themenwahl: „Man lernt, einmal aus einer anderen Richtung auf das Leben zu schauen, gerade das macht die Kurse so interessant und unterscheidet dieses Jugendtreffen von den anderen.“

Den Rahmen der Veranstaltungen bildeten mehrere Konzerte. Am Freitagabend spielte die Band „Normal ist Anders“ als Wochenendauftakt. Samstagmittag folgte die Gruppe „Lobpreis“. Die Bandmitglieder sind allesamt Studierende der Evangelischen Hochschule Tabor Marburg und sorgten mit ihrer christlichen Rockmusik für einige Jubelstürme der jugendlichen Zuhörerschaft.

Den Abschluss bildeten die Musiker von „My Little Rockstar Dream“ am Samstagabend. „Die Konzerte sind für mich immer die Highlights des Wochenendes“, sagte der Oberfranke Tobias (20). Er sei bereits das vierte Mal zu einem Tabor-Jugendtreffen nach Marburg gereist. „Auch dieses Mal gefällt es mir hier wieder super. Die Messen, die Konzerte und die Workshops sind perfekt auf uns Jugendliche ausgerichtet.“ Markus (17), der aus der selben Jugendgruppe stammt, ergänzte: „Der Meinung bin ich auch. Außerdem versteht man sich hier sofort mit den anderen, das gefällt mir persönlich am besten.“ Eine große Auswahl an Workshops komplettiere das Programm.

Ob Selbstverteidigung, kreatives Basteln mit Holz, Theater, Tanzen oder kreatives Schreiben - die evangelische Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor sorgte für ein reichhaltiges Programm. „Zusammen mit den Studierenden und unseren Mitarbeitern hatte wir ein Jahr Zeit, diese Veranstaltung zu planen und wir versuchen natürlich, dass für jeden unterschiedlichen Charakter etwas geboten wird“, beteuerte der Organisationsleiter Uwe Schmidt.

Daran anknüpfend sei es eine Herzensangelegenheit der Veranstalter, dass weiterhin so eine bunte Mischung aus ganz Deutschland vertreten sein wird. Dieses Jahr wären etwa 650 der Teilnehmer von außerhalb und etwa 200 aus der Marburger Umgebung.

„Neben den eigentlichen Veranstaltungen ist das natürlich das Highlight für viele der Jugendlichen. Viele kommen nicht zum ersten Mal und treffen Freunde wieder und es entstehen Beziehungen und Netzwerke.“

Die ebenfalls aus dem Sauerland kommende Kara (15) bestätigte dies: „Ich wollte unbedingt die Leute treffen, die ich das letzte Jahr kennengelernt habe. Und nächstes Jahr will ich auf jeden Fall wiederkommen.“

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