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Zentrale Themen verantwortet der OB

Neuer Magistrat Zentrale Themen verantwortet der OB

Der neue hauptamtliche Magistrat hat seine ­Amtszeit gleich mit einer Verwaltungsreform ­begonnen.

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Kirsten Dinnebier (von links), Dr. Thomas Spies und Wieland Stötzel bilden den hauptamtlichen Magistrat.

Quelle: Till Conrad

Marburg. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD), Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) und Stadträtin Kirsten Dinnebier (SPD) stellten gemeinsam das neue Organigramm vor, nach dem die ZIMT-Regierung künftig ihre Arbeit organisieren will. Es soll, so der Oberbürgermeister, ohne die Schaffung zusätzlicher Stellen auskommen.

Die neue Organisation in der Verwaltung soll „den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen in der Stadtgesellschaft entsprechen“, sagt Spies. Er hat deswegen einen neuen Fachbereich eingerichtet, der sich „Zivilgesellschaft, Stadtentwicklung, Migration und Kultur“ nennt und unter der Leitung des Oberbürgermeisters steht. Die Leitung des Fachbereichs teilen sich vorerst Dr. Richard Laufner, Leiter des Fachdiensts Kultur, und Christine Amend-Wegmann, Leiterin.

Spies hat sich auch die Steuerung von Querschnittsthemen­ vorbehalten. Sie werden in ­zentralen Lenkungsgruppen zusammengeführt.

In der Lenkungsgruppe ­„Integration, Migration und Ausländerbehörde“ arbeiten ­alle betroffenen Fachdienste ­bürgerbezogen zusammen. In der ­Lenkungsgruppe „Stadtentwicklungsplanung“ werden alle­ damit befassten Aufgabenfelder zusammengeführt. Entsprechend ist analog zur Ausländerbehörde auch die Stadtplanung dem Oberbürgermeister zugeordnet, in dessen Dezernat bereits die Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung angesiedelt ist. Hinzu kommt die Lenkungsgruppe „Kooperative­ Sozialplanung“, mit der gemeinsam mit allen Beteiligten die ­soziale Infrastruktur strukturiert weiterentwickelt werden soll.

Zu den hervorgehobenen Projekten in der Verantwortung des Oberbürgermeisters gehören weiterhin die Themen Gesunde Stadt, die Gleichberechtigung sowie die Bürgerbeteiligung.

Bürgermeister Wieland Stötzel verantwortet den früheren Kahle-Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt.“ „Mit dem Bau der Landesfeuerwehrschule in Cappel und der Erneuerung der Weidenhäuser Brücke stehen die nächsten großen Projekte schon“, erklärt Marburgs neuer Baudezernent. Stötzel ist zugleich für die Öffentliche­ ­Sicherheit und Ordnung, die Feuerwehr, den Dienstleistungsbetrieb Marburg sowie Umwelt und Stadtgrün zuständig, darauf ergäben sich viele positive Aspekte.

Dem Christdemokraten liegt insbesondere der Brandschutz am Herzen, sagte er. Wichtige Ziele seien zudem, Angsträume wie den Jägertunnel zu beseitigen und die Stadt von Graffitis zu befreien.  

Vor der bevorstehenden Orientierungseinheit (OE) in der kommenden Woche sieht Stötzel keine Hinweise auf außergewöhnliche Störungen. In Zusammenarbeit mit den studentischen Fachschaften sei ein Bewusstsein geschaffen worden, dass exzessiver Alkoholgenuss während der Orientierungseinheit verhindert werden sollte.

Stadträtin Kirsten Dinnebier ist Schuldezernentin und übernimmt die Zuständigkeit für Kinderbetreuung, Jugendförderung und Sport. „Ich verstehe Bildung umfassend und lückenlos. Wir wollen Bildung nicht nur als einzelne Abschnitte begreifen, sondern auch die Übergänge in den Fokus rücken“, hebt Marburgs neue Bildungsdezernentin hervor. Als wichtige Aufgabe benennt Dinnebier weiter, die Angebote der außerschulischen Kooperationspartner zu optimieren.

Noch keine Entscheidung über zusätzliche Kita-Plätze

Zu den von Ex-Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) diagnostizierten deutlichen Mehrbedarf an Krippen- und Kita­plätzen (die OP berichtete) wollte sich Dinnebier nicht äußern. „Wir rechnen noch“, sagte sie. Spies ergänzte, die Stadt werde ihren gesetzlichen ­Versorgungsauftrag erfüllen. Die Schwierigkeit bestehe darin, für alle ­Kinder eine wohnortnahe Betreuungsmöglichkeit anzubieten.

Wie viele Kita- und Krippenplätze neu entstehen müssen, will der Magistrat spätestens mit den Arbeiten zum Haushalt 2018 festlegen. Der soll Mitte Dezember, also bereits in zwei Monaten, im Stadtparlament eingebracht werden.

von Till Conrad

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