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„Wir stehen auf den Schultern Luthers“

Podiumsdiskussion „Wir stehen auf den Schultern Luthers“

Das Philippinum lud anlässlich der Ausstellungseröffnung von „Luther und Europa“ zu einer Diskussionsrunde über die religiösen, gesellschaftlichen und politischen Folgen der Reformation nach 500 Jahren ein.

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Auf dem Podium im Kultidrom des Gymnasiums Philippinum diskutierten unter anderem: Professor Christoph Kampmann (links) und Dr. Markus Lersch.

Quelle: Viola Schrader

Marburg. Durch den Abend führte der Fachpädagoge für Geschichte, Dr. Bernhard Rosenkötter, vom Staatsarchiv Marburg. Als Diskussionspartner nahmen der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Marburg, Burkhard zur Nieden, sowie der Geschäftsführer des Katholisch-Theologischen Seminars, Dr. Markus Lersch, teil. Von der Philipps-Universität beteiligte sich Professor Christoph Kampmann, Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Frühen Neuzeit, an der Gesprächsrunde.

Anlass für das Podiumsgespräch war die Eröffnung der Wanderausstellung „Luther und Europa – Wege der Reformation und der fürstliche Reformator Philipp von Hessen“. Die Ausstellung kann noch bis Ostern im Gymnasium Philippinum besichtigt werden.

Die Gesprächsrunde orientierte sich inhaltlich an einzelnen Schwerpunkten der Ausstellung. Durch seine Fragestellungen schlug der Moderator den Bogen zu aktuellen Themen. So stellte Rosenkötter beispielsweise die Frage, inwiefern die Ereignisse vor 500 Jahren heute Grundlage für ein modernes Religionsverständnis sein können. Durch die unterschiedlichen Perspektiven der  Diskussionsteilnehmer ergab sich eine spannende und lebendige Gesprächsrunde.

Haltung des Reformators gegenüber den Juden

Dr. Markus Lersch wurde gezielt auf die Bedeutung der Reformation für die katholische Kirche angesprochen. Lersch führte aus, dass die katholische Kirche in der Moderne angekommen und an der Reformation gewachsen sei. Abschließend hielt er fest: „Wir stehen auf den Schultern Luthers.“  Weitere Diskussionsthemen bildeten die Staatsnähe der evangelischen Kirche und deren organisatorische Strukturen sowie die Haltung, die Luther gegenüber den Juden einnahm.

Im letzten Teil der Podiumsdiskussion näherte sich die Runde dann auch inhaltlich dem Thema Schule an. So wurde nach der Rolle der Bildung für reformatorisches Denken gefragt und eine mögliche Verbundenheit moderner Pädagogik mit dem Protestantismus überprüft. Auch die aktuelle und zukünftige Rolle von Religionsunterricht in Schulen war Diskussionsgegenstand.

Zu der gut besuchten Veranstaltung waren auch viele Schüler des Gymnasiums gekommen.

von Viola Schrader

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