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„Wer nicht pünktlich ist, muss nach Gießen“

Stadtrallye für Erstsemester „Wer nicht pünktlich ist, muss nach Gießen“

Wenn junge Studenten gut gelaunt und mit ungewöhnlichen Verkleidungen durch Marburg ziehen und Passanten nach dem Weg zur Elisabethkirche fragen, ist wieder Stadtrallye.

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In der Orientierungswoche lernen Marburgs neue Erstsemester die Stadt schnell bei einer Stadtrallye kennen. Die Zahnmediziner haben dabei etwa an der Elisabethkirche Tabu gespielt.

Quelle: Ebrahim Namo

Marburg. Die Stadtrallye  ist fester Bestandteil der Orientierungswoche.

In der Innenstadt ist es alle sechs Monate zum Semesterstart ein nicht ungewöhnliches Bild: Junge Menschen ziehen in Gruppen durch Marburg, tragen weiße Kittel oder lustige Kopfbedeckungen und suchen die Elisabethkirche, den Marktplatz oder das Hörsaalgebäude. Da überrascht es auch die einheimischen Passanten nicht, wenn sie in einem Tauschspiel eigene Habseligkeiten gegen einen Apfel und ein Ei austauschen sollen oder für ein Foto in die Handykamera lächeln sollen.

„Ach, ist schon wieder Stadtrallye“, sagte eine ältere Dame, als sie vor der Elisabethkirche von den neuen Zahnmedizinern angehalten und höflich um ein Gruppenfoto gebeten wurde.

Die Selfies mit Marburgern gehörten zu den Aufgaben der Erstsemester der Zahnmedizin. Vom Fachschaftsvorsitzenden Florian Schilling haben sie zu Beginn der Stadtrallye eine ganze Liste mit Aufgaben bekommen, die es in rund dreieinhalb Stunden zu bewältigen galt. „Wer nicht pünktlich ist, der muss nach Gießen an die Uni“, drohten die Fachschaftsmitglieder spaßeshalber.

Twister oder Tabu

An der Mensa, die die 38 Zahnmedizin-Erstis im Rahmen der Orientierungswoche schon kennengelernt haben, fiel der Startschuss für die diesjährige Stadtrallye. Von dort schickte die Fachschaft die neuen Studenten etwa zur Elisabethkirche, zur Lutherkirche oder in den Alten Botanischen Garten. Überall warteten ältere Zahnmediziner auf die Gruppen und ließen sie an den vorbereiteten Stationen Twister oder Tabu spielen. Beim Tabu an der Elisabethkirche mussten die Gruppenmitglieder sich gegenseitig Begriffe erklären – etwa die „Erinnerungslücke“ oder die „Zahnfee“.  Bei der Anatomie wartete auf die Neu-Marburger ein richtiges Hessenquiz mit Fragen rund um Hessen und die neue Heimatstadt.

Fehlen durften dabei auch Äppler und Handkäs mit Musik natürlich nicht.

Neben den Spielstationen, bei denen es häufig um Geschick, Wissen, Teamwork und vor allen Dingen jede Menge Spaß geht, gibt es traditionell auch noch weitere Aufgaben zu lösen: Die Zahnis mussten bei ihrer Tour durch die Innenstadt Mythen rund um die Lutherkirche und den Spiegelslustturm erfragen und die Märchen entlang des Grimm-Dich-Pfads entdecken. Daneben gibt es auch immer wieder das Tauschspiel, bei dem ein Apfel und ein Ei immer weiter eingetauscht werden müssen – eine Gruppe der Zahnis bekam dafür Popcorn, Visitenkartenetuis und noch mehr Ostereier.

Aber auch die gewünschten Fotos stellten die Gruppen vor Herausforderungen: Ein Selfie mit einer Marburgerin gehörte da noch zu den einfachsten Aufgaben. Nass wurde es schnell, als eine angehende Zahnmedizinerin sich mit einer Ente fotografieren wollte. Der Spaß kam bei diesen Aufgaben jedenfalls nicht zu kurz, und die Mitglieder der Gruppen wuchsen nicht nur bei den Aufgaben schnell zusammen, sondern nutzten die langen Spaziergänge durch die Stadt auch dazu, sich besser kennenzulernen und erste Kontakte in der neuen Stadt zu knüpfen.

Auch andere Fachschaften zogen in den vergangenen Tagen mit ihren Erstis durch die Stadt und ließen sie an verschiedenen Stationen lustige Aufgaben oder Wissenstests absolvieren – oder die Passanten nach gemeinsamen Fotos fragen.

von Patricia Grähling

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