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VfB Marburg kämpft für eigenes Vereinsheim

Traditionsverein VfB Marburg kämpft für eigenes Vereinsheim

Ein Verein ohne eigenes Vereinsheim: Der VfB Marburg will diesen Zustand schnellstmöglich ändern.

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Der Vereinsvorstand mit (von links) Jugendleiter Dieter Borukka, 2. Vorsitzender Dr. Helmut Feiber, die Beisitzer Wolfgang Stein, Wolfgang Hofmann, Jörg Thomas Weigel und Peter Helfrich, Sportlicher Leiter und Schatzmeister Uwe Müller.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Sportlich passt es beim VfB Marburg: Die Seniorenmannschaft der „Schimmelreiter“ feierte den Aufstieg von der Gruppenliga in die Verbandsliga Mitte und damit den zweiten Aufstieg in Serie. Und dennoch gibt es Probleme beim Traditionsverein: „Wir sind jetzt zweimal hintereinander sportlich aufgestiegen, aber in Sachen Vereinsheim rangieren wir in der untersten Klasse“, meint Uwe Müller.

Der Sportliche Leiter der ersten Mannschaft spielt auf den folgenden „großen Missstand“ an: „Bistro Blau Weiß“ nennt sich das Lokal auf dem Gelände des Stadions Gisselberger Straße, Heimstätte des VfB. Aber wo Blau Weiß draufsteht, ist nicht zwangsweise Blau Weiß drin. Denn der Name der Gaststätte täuscht laut Vereinsvorstand über ein offensichtliches Manko hinweg: Der Marburger Traditionsklub hat kein Vereinsheim.

Die Räumlichkeiten, in denen heute das „Bistro Blau Weiß“ untergebracht ist, gehörten noch vor rund zehn Jahren dem VfB. Doch die wurden damals an die Praxis GmbH, ein gemeinnütziger Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieb für Arbeitslose, verpachtet - Teil des Sanierungskonzepts für den damals von der Insolvenz bedrohten Verein. Die Praxis GmbH bietet hier einen Mittagstisch an.

Dr. Helmut Feiber, stellvertretender Vorsitzender beim VfB, der den erkrankten Vereinsboss Thomas Pfeiffer als Sitzungsleiter vertrat, legte den Finger in die Wunde. „Für jeden Kreisligaverein ist ein Vereinsheim eine Selbstverständlichkeit. Unsere Spieler haben nicht einmal die Möglichkeit, sich nach dem Training oder nach dem Spiel bei einem Getränk in angenehmer Atmosphäre zu unterhalten. Darunter leidet das Vereinsleben ganz massiv“, monierte Feiber. Ein funktionierendes Vereinsleben, das von Geselligkeit und Diskussion zwischen Funktionären, Trainern, Spielern und Eltern geprägt sein müsse, sei daher kaum möglich.

Wie dem Abhilfe geleistet werden soll, verriet der Stellvertreter auch. Der Vorstand werde eine vereinsinterne Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die sich einzig mit dem Thema Vereinsheim auseinandersetzt. Der VfB will ein neues Gebäude, das zwischen dem Kunstrasenplatz und dem Georg-Gaßmann-Stadion - Grund und Boden der Stadt Marburg - gebaut werden soll. Ansprechpartner dafür ist die Universitätsstadt, die jedoch knapp bei Kasse ist. „Wir werden unsere Forderungen für finanzielle Unterstützung ganz klar formulieren und den Druck auf die Stadt erhöhen“, sagt Müller. Aufgrund des Großteils von eher älteren Mitgliedern sei der Verein aber nicht in der Lage, allzu viel in Eigenleistung zu bewerkstelligen, sagte Müller. Die Jugendabteilung ist laut Hartmut Drescher, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, gut aufgestellt. „Unsere Jugendspieler werden von guten Vereinen, darunter auch Bundesligaklubs, stark nachgefragt“, sagte er. Ein Zeugnis für Qualitätsarbeit beim VfB. Auch um die Finanzen des Vereins sei es laut Müller im Geschäftsjahr 2016 gut bestellt gewesen.

Ehrungen

25 Jahre Vereinsmitgliedschaft: Herbert Rüdiger, Professor Dr. Hans Kaffarnik, Bernd Haverkamp, Gerhard Stengel, Wolf-Dieter Stein, Ionnis Konstantinos, Hans Ziepprecht

30 Jahre: Josef Payer

35 Jahre: Wolfgang Stein

40 Jahre: Michael Boss

45 Jahre: Emil Schmidt

50 Jahre: Wolfgang Born

55 Jahre: Klaus Wiegand

60 Jahre: Peter Nuhn

65 Jahre: Horst Holzhausen

von Benjamin Kaiser

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