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Es gibt kein Zurück

Verkehrsversuch Nordstadt Es gibt kein Zurück

Der Verkehrsversuch in der Nordstadt bleibt ­bestehen; der Magistrat soll eine Informations­veranstaltung mit den ­Anliegern organisieren.

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Zu Stoßzeiten kommt es nach wie vor zu langen Staus auf der Bahnhofstraße.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Das schlägt der Bau- und Planungsausschuss dem Stadtparlament vor, das am kommenden Freitag entscheiden muss. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) machte im Ausschuss deutlich, dass es aus seiner Sicht keinen Weg zurück mehr gibt zur Verkehrsregelung mit zwei Spuren stadteinwärts in der westlichen Bahnhofstraße und einer Einbahnstraßenregelung in der Robert-Koch-Straße und der Bunsenstraße. „Die Öffnung der Robert-Koch-Straße für den Verkehr stadteinwärts soll für eine zukünftige Umgestaltung der Elisabethstraße die notwendigen Spielräume schaffen.“

Konkret denkt Spies an die Verkehrssituation für die Zeit nach der Eröffnung des Campus Firmanei: „Es ist wichtig, dass Hunderte von Radfahrern eine gesicherte Trassenführung von der neuen Universitätsbibliothek aus durch die Elisabethstraße in die neue Nordstadt erhalten.“ Radspuren entgegen der Fahrtrichtung für Pkw sind in der Elisabethstraße ausdrücklich vorgesehen.

Morgendliche Staus unter der Autobahnbrücke

„Mich ärgert, dass Sie so tun, als sei alles in Ordnung“, hielt der CDU-Stadtverordnete Manfred Jannasch dem Oberbürgermeister vor. Der Verkehrsversuch sei „in die Hose gegangen“, sagte der Christdemokrat und argumentierte vor allem mit den morgendlichen Staus unter der Autobahnbrücke.

Das wiederum wollte Spies relativiert wissen. „Mag sein, dass man hier einmal fünf Minuten steht“, sagte der OB, „und für Marburg ist das viel, wenn man das staufreie Fahren auf der Stadtautobahn gewohnt ist.“ Der Magistrat arbeite weiter daran, hier durch eine zweite Linksabbiegespur in die Robert-Koch-Straße Entlastung zu schaffen, sagte Spies ungeachtet der Weigerung der Universität, ein für die Straßenverbreiterung notwendiges Grundstück vor der alten Augenklinik zur Verfügung zu stellen (die OP berichtete).

Spies gab zudem zu bedenken, dass es in Marburg kaum eine Entscheidung gebe, die „mehr bürgerbeteiligt gewesen­ ist als das Verkehrskonzept für die Nordstadt.“ Die Bürgerbeteiligung habe sich über Jahre­ erstreckt. Die Stadt habe nun die Chance, zu warten, wie sich die Verkehrsströme nach der Eröffnung des Campus‘ Firmanei entwickeln. Das Einzige, was an dem Konzept zu kritisieren sei, sei dass es zu früh kam, nämlich deutlich vor der Fertigstellung des Campus‘ Firmanei.

von Till Conrad

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