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Times zählt Uni Marburg zu 300 besten Hochschulen

Rangliste Times zählt Uni Marburg zu 300 besten Hochschulen

In der Hochschulrangliste der "Times Higher Education"-Beilage behält die Uni Marburg unter 978 Hochschulen ihren Platz zwischen den Rängen 251 und 300.

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Auch die Forscher im Sonderforschungsbereich des Zentrums für Materialwissenschaften tragen zur Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Uni Marburg bei.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für alle Universitäten ist die „THE“-Rangliste ein wichtiger weltweiter Gradmesser, der vor allem die Forschungsstärke im Vergleich anzeigt. Das Ranking wird jedes Jahr im Spätsommer veröffentlicht. In diesem Jahr fällt laut dem Herausgeber der Beilage der britischen Zeitung besonders auf, dass die asiatischen Universitäten gegenüber den europäischen Universitäten an Terrain gewonnen haben und auf dem Vormarsch sind.

Unverändert an der Spitze in der Rangliste sind jedoch ­Universitäten aus den USA und Großbritannien. Die beste ­deutsche Hochschule im THE-Ranking ist nach wie vor die Ludwig-Maximilians-Universi­tät München (Platz 34 gegenüber Rang 30 im Vorjahr), gefolgt von der TU München (Rang 41 gegenüber Rang 46 im Vorjahr) und der Universität Heidelberg (Platz 45 gegenüber Platz 43 im Jahr 2016). Bis zum Rang 200 sind alle Plätze einzeln gelistet. Dahinter folgen die Universitäten bis zum Rang 400 in nicht näher unterschiedenen „50er-Paketen“. Und so liegen in dem weltweiten Hochschul-Ranking insgesamt 30 deutsche Universitäten vor der Uni Marburg. Das entspricht in ungefähr auch dem Stand der Philipps-Universität im DFG-Forschungsranking.

TU Darmstadt und Uni Frankfurt beste Hochschulen in Hessen

Als beste hessische Universitäten werden die TU Darmstadt und die Universität Frankfurt in der Kohorte zwischen den Rängen 201 und 250 geführt. Dann folgt die Marburger Uni in der Gruppe zwischen den Plätzen 250 und 300. Auch noch aufgeführt ist die Universität Gießen, die sich zwischen den Plätzen 351 und 400 einordnet.

Aus Sicht des für Forschung zuständigen Marburger Uni-Vizepräsidenten Professor ­Michael Bölker ist es schon einmal ein Erfolg, dass sich der Rang der Universität in dem Ranking nicht verschlechtert hat. Wenn man genauer hinschaue, dann entdecke man zudem in allen für die Bewertung herangezogenen Parametern außer der Einwerbung von Industriemitteln leichte Verbesserungen, erläuterte Bölker im Gespräch mit der OP. Und es sei natürlich überhaupt ein Erfolg, dass die Uni Marburg zu den 44 gelisteten Hochschulen gehöre. Grundsätzlich könne man zwar auch Kritik an der Aussagekraft solcher weltweiter Ranglisten üben.

Aber es sei eine Tatsache, dass das Standing der Universität in diesem Ranking oder anderen weltweiten Ranglisten von möglichen Partneruniversitäten - vor allem, aber nicht nur in Asien - genau beobachtet werde.

"Hessischer Standortnachteil"

Man müsse sich aber auch vor Augen halte, dass es generell im deutschen Uni-System andere Bedingungen gebe als an Universitäten in vielen anderen Weltregionen. So werde ein großer Teil der Forschung in Deutschland nicht an den ­Universitäten, sondern in außeruniversitären Instituten wie der Max-Planck-Gesellschaft betrieben.

Zudem müsse man beim Marburger Ergebnis auch mit berücksichtigen, dass es gegenüber den besser mit Landesmitteln ausgestatteten Universitäten wie in Baden-Württemberg oder Bayern einen „hessischen Standortnachteil“ gebe, gab Bölker zu bedenken.

Generell sieht er die Universität Marburg aber auf einem guten Weg hin zu alter Forschungsstärke. Dafür stehe beispielsweise der auch international sichtbare Erfolg des „Synmikro“-Zentrums für synthetische Mikrobiologie oder das Zentrum für Materialwissenschaften.

Zudem könne es möglicherweise mittelfristig auch in Marburg in den Forschungsrang­listen Sprünge nach oben geben, wenn es gelänge, bei der nächsten bundesweiten Exzellenzinitiative gemeinsam mit der Universität Gießen ein oder zwei Exzellenzcluster nach Mittelhessen zu holen.

von Manfred Hitzeroth

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