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Testbetrieb für den Buchtransport

Monatsbild: März Testbetrieb für den Buchtransport

Bei den Arbeiten auf der Großbaustelle am Pilgrimstein läuft der Innenausbau auf Hochtouren.

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Der Neubau der Uni-Bibliothek steht kurz vor der Fertigstellung. Im Vordergrund sieht man die Fahrradterrassen mit den Ständern für die Gefährte der künftigen Nutzer.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Endspurt auf der Baustelle, auf der der Neubau der Marburger Universitätsbibliothek (UB) errichtet wird. Mittlerweile nimmt die neue UB im Inneren immer deutlichere Konturen an. Und auch die Umfeldgestaltung schreitet voran. Laut Plan dauert es nur noch wenige Monate, bis der neue Standort der Bibliothek eröffnet wird: Dies soll voraussichtlich im Oktober zum Start des Wintersemesters der Fall sein.

Im Inneren besteht die neue Bibliothek bekanntlich aus mehreren Bauteilen: dem eigentlichen Bibliotheksneubau mit dem zentralen verglasten Atrium und einem Medienzentrum sowie dem ehemaligen Gebäude der Hautklinik, das als Sitz der Bibliotheksverwaltung umgebaut wird.

Nachdem im vergangenen Monat das Raumgerüst im Atrium abgebaut wurde, konnte auch hier mit dem Innenausbau begonnen werden.

„Jetzt sind die einzelnen Bereiche deutlich erkennbar“, erläutert Joachim Haak, zuständiger Bauprojektmanager der Universität, auf OP-Anfrage. Im Erdgeschoss sind Tischler damit beschäftigt, die Theken aufzubauen. Parallel werden Glaswände montiert und die letzten Regalanlagen installiert.

Neues tut sich auch schon in der künftigen Cafeteria, die sich auf einer Fläche von 200 Quadratmetern erstreckt.

Anfang kommender Woche soll mit dem Einbau der Küchentechnik und der Montage der Theken begonnen werden. Insgesamt werden den Besuchern in der Cafeteria künftig rund 100 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Zusätzliche Plätze entstehen im Atrium und im Außenbereich zwischen dem Neubau und dem angrenzenden Alten Botanischen Garten.

Neues gibt es auch in Sachen Buchförderanlage. „Inzwischen läuft die Anlage im Testbetrieb“, berichtet Dr. Ilona Rohde, die den Neubau vonseiten der UB als Projektleiterin betreut.

Erstmals Test mit gefüllten Bücherkisten

„Bislang wurde der Probebetrieb lediglich mit leeren Kisten durchgeführt; in den kommenden Wochen testen wir die Anlage erstmals mit gefüllten Bücherkisten.“

Wird ein Buch von einem Nutzer in den Rückgabeautomaten eingelegt, fährt es mit einem Aufzug zu einer Sortieranlage im Untergeschoss der UB.

Dort werden die ankommenden Bücher in Kisten gesammelt, bis sie dann auf Förderbändern durch die verschiedenen Gebäudeteile zu den entsprechenden „Bahnhöfen“ transportiert werden.

„Während des Testbetriebs mit Büchern wollen wir überprüfen, ob die Sortierung und Verbuchung der Bände funktioniert und ob auch der Transport unterschiedlich großer Bücher klappt“, erläutert Rohde. „Unser Part ist es nun, Bücher in verschiedensten Formaten für den Testbetrieb bereitzustellen.“

Die Anlage befördert nicht nur die Bücherkisten unfallfrei auf Haupt- und Nebentrassen durch das Gebäude. „Es handelt sich um ein höchst komplexes System“, betont Rohde.

So muss beispielsweise die Sortieranlage bei Bedarf automatisch mit Leerkisten versorgt werden. Sollte zu Stoßzeiten ein „Bahnhof“ besetzt sein, werden die Bücherkisten auf Rangierbändern zwischengeparkt. An den „Bahnhöfen“ werden die Kisten von UB-Mitarbeitern entladen. Diese bringen die Bücher dann in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich an den richtigen Regalplatz.

Die neue Universitätsbibliothek soll künftig als Herzstück des „Campus Firmanei“ am Fuße der Marburger Oberstadt zwischen der Elisabethkirche und dem Alten Botanischen Garten fungieren.

von Manfred Hitzeroth

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