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Debatte um Bestechlichkeit

Tagung zum Pharmarecht Debatte um Bestechlichkeit

Mehr als 100 Juristen aus ganz Deutschland waren nach Marburg an die Universität gekommen, um an den 20. Gesprächen zum Pharmarecht teilzunehmen.

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Gut besucht war die Marburger Tagung zum Pharmarecht.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Marburg. Bei seiner Begrüßung wies Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) auf die große Bedeutung der Pharmakologie für Marburg hin. Im Jahre 2017 sei der 100. Todestag des Wissenschaftlers Emil von Behring, der lange Jahre an der Universität Marburg lehrte und forschte und sich auch als Geschäftsmann und Gründer der ehemaligen Behringwerken einen ­Namen gemacht hat.
Der Leiter der Marburger Forschungsstelle für Pharmarecht, Professor Dr. Wolfgang Voit, blickte anschließend zurück auf die Arbeit der im Jahr 1997 gegründeten Forschungsstelle an der Universität.

Als Meilensteine dieser Forschungsstelle bezeichnete Voit dabei die Entwicklung der Zusatzqualifikation in Pharmarecht, die Juniorprofessuren, der jährliche Workshop zum Medizin- und Pharmarecht, die Marburger Briefe zum Pharmarecht sowie die Möglichkeit des Masterabschlusses in Pharmarecht.

Am 1. und 2. März des kommenden Jahres zur 21. Gesprächsrunde stünden zusätzlich die Absolventen des Masterstudiengangs mit ihren Examensthemen für Gespräche zur Verfügung, kündigte der Jura-Professor an.
Als erster Referent des Symposiums befasste sich Dr. Carsten Krüger, einst selbst Jurastudent in Marburg, mit den seit Mai 2016 in Kraft getretenen Paragrafen 299 ff Strafgesetzbuch, in denen es um Bestechlichkeit im Gesundheitswesen geht.

Krüger beschäftigte sich in seinem Vortrag beim Symposium mit den zulässigen Möglichkeiten der Kooperation zwischen Pharmaunternehmen und Arzt bezüglich Anwendungsbeobachtungen sowie den legalen Homecare-Service-Angeboten.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung referierte Sven ­Jacobs (Frankfurt) über den neuen Regulierungsrahmen für Datenverarbeitung in Europa, Peter von Czettritz (München) über aktuelle Fragen der Pharmakovigilanz (der systematischen Überwachung der Sicherheit eines Arzneimittels), Dr. Wolf-Henrik Friedrich (Frankfurt) über Werbung mit Aussagen zum Zusatznutzen, sowie zum Abschluss Dr. Christian Burholt (Berlin) über kartellrechtliche Probleme innovativer Arzneimittel.

von Heinz-Dieter Henkel

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