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Stadtbild geprägt von preußischen Bauten

Denkmäler Stadtbild geprägt von preußischen Bauten

Um „Macht und Pracht der Preußen“ in Marburg ging es bei der Führung von Dr. Jutta Schuchard am Tag des offenen Denkmals.

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Die Alte Universität bildete den Schlusspunkt der Führung zum Thema „Macht und Pracht der ­Preußen“ am Tag des offenen Denkmals.

Quelle: Lena Wrba

Marburg. Am Sonntag öffneten sich in Marburg Tür und Tor für alle Kulturliebhaber und Neugierigen. Anlässlich des bundesweiten, alljährlich im September stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ gab es diverse Führungen und Informationsveranstaltungen, deren Fokus auf verschiedensten Denkmälern der Stadt lag. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautete „Macht und Pracht“.

Überblick über die Bedeutung Preußens

Allseits bekannte Denkmäler der Geschichte wie die Elisabethkirche oder die Sternwarte am Renthof durften da natürlich nicht fehlen. Darüber hinaus wurde das Augenmerk aber auch auf jene Denkmäler gerichtet, an denen manch Marburger tagtäglich gedankenlos vorbeigeht, ohne ihre historische Bedeutsamkeit zu erahnen. Wer zum Beispiel häufiger an der Bushaltestelle am Ahrens wartet, hat mit Sicherheit direkt gegenüber schon auf die erste Universitätsbibliothek Marburgs geschaut, in der sich heute die Räume des Uni-Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften befinden. Am Sonntag war sie Startpunkt der Führung „Macht und Pracht der Preußen“ von Dr. Jutta Schuchard.

Der preußische Staat förderte nach der Annexion Kurhessens 1866 in Marburg in besonderem Maße Universität und Garnison. Daher führt der Rundgang zu repräsentativen Profanbauten der 1890er-Jahre und des frühen 20. Jahrhunderts in den Bereichen Universität, Militär und Justiz. Die Teilnehmer zogen von der alten Universitätsbibliothek über das ehemalige Amtsgericht vorbei an der großen Jägerkaserne bis zur Alten Universität. Sie bekamen in etwa zwei Stunden einen Überblick über die Bedeutung der Preußen für Marburgs Erscheinungsbild, wie man es heute kennt.

Fürs kulturelle Erbe sensibilisiert

Denn die repräsentativen Profanbauten der 1890er-Jahre und des frühen 20. Jahrhunderts aus den Bereichen Universität, Justiz und Militär prägen noch immer das Stadtbild. „Es ist wichtig, dass diese Denkmäler neben den deutlich bekannteren wie der Elisabethkirche nicht in Vergessenheit geraten“, findet Schuchard. Und so brachte sie die Idee der gesamten Aktion zum Ausdruck: Die Öffentlichkeit soll für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und das Interesse für die Belange der Denkmalpflege gestärkt werden. Dass diese Idee in Marburg auf einen guten Boden fällt, ließ bereits die Zahl der Teilnehmer an der Führung Schuchards erkennen. Zwischenzeitlich lauschten rund 100 Interessierte den Informationen Schuchards.

von Lena Wrba

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