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Stadt Marburg kündigt Sofort-Ausbau an

Kita-Plätze Stadt Marburg kündigt Sofort-Ausbau an

Die Kinderbetreuung in Marburg wird massiv ausgebaut. 60 neue Plätze in Krippen und Kindergärten sind im nächsten Jahr fest eingeplant, 100 weitere werden derzeit geprüft. Stadträtin Kirsten Dinnebier (SPD) will bei Bedarf auch Räume in kommunalen Liegenschaften umwidmen.

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Quelle: Björn Wisker

Marburg. Neue Gruppen und die Umwandlung von Teilzeit- auf Ganztagsplätze sollen im ersten Halbjahr 2018 für eine Milderung der akuten Platzprobleme sorgen (OP berichtete). In den Kitas Ockershausen und Auf der Weide wird es ab Februar zusätzliche Ganztagsplätze für Über-Dreijährige geben, in Cappel (Am Teich), in Wehrda Weißer Stein) und auf den Lahnbergen (Anneliese-Pohl-Kita) kommen ebenfalls ab Februar je zehn neue Betreuungsplätze hinzu. 20 weitere U3-Plätze sollen bei Tagespflegepersonen - deren Ausbildungs- und Zulassungszahlen laut Stadtverwaltung steigen - entstehen.

 „Wir werden alle Bedarfe decken können und mit diesem ersten Schritt wollen wir jetzt schnell Ruhe reinbringen, den Eltern signalisieren: Wir sind dran", sagt Dinnebier. Um das Ziel zu erreichen würden Ausbauten von Bestands-Einrichtungen laut Dinnebier ebenso nötig sein wie Neubauten. Es gehe dabei aber „nicht um die Errichtung von Prestige-Bauten sondern um kurzfristig verfügbare, bedarfsgerecht ausgestattete und flexibel nutzbare Räume“ - auch, weil noch unklar sei ob die Geburtenzahlen von 2015, 2016 und eventuell dem laufenden Jahr Ausreißer nach oben oder die neue Normalität seien. Deshalb prüfe man Kapazitäten in allen städtischen Immobilien. „Platzusbau und Qualität werden dabei nicht gegeneinander ausgespielt“, sagt Dinnebier.

Die weiteren möglichen 100 Kinderbetreuungsplätze sollen in Wehrda, Cappel (Altes Rathaus) und auch über Neu-Einrichtungen geschaffen werden - plus verstärkte Werbung für die den Krippen gleichgestellten Tagespflege. Im Stadtwald werde zudem - allerdings wohl erst nach 2018 - um „voraussichtlich 30 Plätze" erweitert, sagt Dinnebier (OP berichtete).

Sanierungen sind im kommenden Jahr in der Geschwister-Scholl-Straße und Wehrda ("Unter dem Gedankenspiel") geplant.

Die Vergabepraxis, dessen Organisation soll laut Jugendamtsleiterin Stefanie Lamprecht ebenfalls verändert werden. Die Bedarfserfassung solle künftig zentral bei der Stadt geschehen, so dass Eltern ihre Kinder nicht mehr zuerst in den Einrichtungen anmelden.

von Björn Wisker

Ausführlicher Bericht hier.

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