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Stadion steht seit 50 Jahren in Marburg

Benannt nach Georg Gaßmann Stadion steht seit 50 Jahren in Marburg

Das Georg-Gaßmann-­Stadion besteht in diesem  Jahr seit 50 Jahren. Im Herbst soll eine Fotoausstellung daran erinnern.

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Vor 50 Jahren wurde das Georg-Gaßmann-Stadion eingeweiht. Vor der Tribüne spielte damals eine Blaskapelle.

Quelle: Archiv

Marburg. In wenigen Wochen jährt sich das Datum der Einweihung des Georg-Gaßmann-Stadions zum 50. Mal. Mitte September 1967 wurde das am Rande des Marburger Stadtteils Ockershausen gelegene Stadion offiziell eingeweiht. Anwesend war auch der damalige Oberbürgermeister und spätere Namensgeber Georg Gaßmann (SPD).

Zwar soll es in diesem Herbst keine explizite sportliche Jubiläumsveranstaltung im Stadion geben. Denn nach Angaben von Sportamtsleiter Björn Backes stehen im September vor allem die Landesspiele „Special Olympics“ im Stadion an, wofür alle Kräfte gebündelt werden.

Aber es ist vom Sportamt eine Fotoausstellung mit Bildern aus der Historie des Stadions geplant. Dafür werden immer noch Bilder vor allem aus den 60er- und 70er-Jahren gesucht. Die Fotodokumentation soll auf Stellwänden präsentiert und dann am Stadion gezeigt werden.

„Eine Sportstätte, die für die Zukunft gebaut wird“: So titelte die Oberhessische Presse vor 50 Jahren in ihrem Hauptartikel über das spätere Gaßmann-Stadion, das damals bei der Einweihung noch den Namen Großsportfeld erhalten hatte. Die Vorarbeiten hatten bis zum Anfang der 60er-Jahre zurückgereicht, als die Stadt Marburg mit dem Grunderwerb für das Stadion am Zwetschenweg begonnen hatte. „Das neue Großsportfeld ist eine gewaltige Anlage, so wie sie manchem Sportverein mit Vertragsspieler-Abteilung nicht zur Nutzung zur Verfügung steht“, war in dem Zeitungsbeitrag in der OP zu lesen. Skeptikern, die die Anlage als am Stand des Marburger Sports gemessen als zu aufwendig beurteilten, entgegnete der damalige Oberbürgermeister Georg Gaßmann, dass es sich dabei auch um eine Zukunftsplanung handele. Gaßmann sagte: „Wir denken auch an das Jahr 2000“. Es sei auch ein Plan, sportliche Großveranstaltungen nach Marburg zu holen, fügte der damalige Rathauschef hinzu.

Überdachte Sitzplatztribüne für 1 700 Zuschauer

Die Kosten für das Gesamtprojekt wurden damals auf 7,2 Millionen Mark beziffert. Ein wichtiger Bestandteil des Großprojekts war der Bau einer überdachten Sitzplatztribüne für 1 700 Zuschauer.
Bei der Einweihung am 15. und 17. September 1967 gab es ein großes sportliches Rahmenprogramm. Am Leichtathletik-Sportfest nahm unter anderem der damalige Zehnkampf-Europameister Werner von Moltke teil, und das Hauptspiel auf dem Fußballplatz bestritten die Teams von Eintracht Frankfurt und Racing Straßburg.

Den aktuellen Gesamtzustand des Georg-Gaßmann-Stadions bezeichnet Björn Backes als gut. Besonders die in den letzten Jahren erfolgten zusätzlichen Anbauten wie die Kunstrasenplätze oder die Fitnessanlagen hätten sich als positiv erwiesen, sagte Backes auf Anfrage der OP. Das gelte auch für die prinzipielle Öffnung des Stadions und der gesamten Sportanlagen für die ganze Bevölkerung, und damit auch die Möglichkeit der Benutzung der Stadionanlagen für Breitensportler. Bauliche Probleme bereite den Verantwortlichen aber vor allem noch, dass die Tribüne größtenteils nicht barrierefrei zugänglich sei.

Die Barrierefreiheit zu verwirklichen, sei eines der Zukunftsprojekte. Als weiteres Vorhaben für die kommenden Jahre bezeichnete Backes den routinemäßigen weiteren Ausbau der Laufbahn im Stadion, die mit einer neuen Beschichtung ausgestattet werden soll. Ein weiteres Zukunftsthema sei eine mögliche Ausstattung der Flutlichtsanlage mit LED-Beleuchtung.

  • Für die Fotodokumentation „50 Jahre Georg-Gaßmann-Stadion“ werden noch bis Ende der Woche historische Fotografien gesucht, die beim Sportamt im Gaßmann-Stadion abgegeben werden können.

von Manfred Hitzeroth

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