Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
So viel kosten Studenten-Wohnungen

Wohnungssuche im Wintersemester So viel kosten Studenten-Wohnungen

Die Studentenwohnheime sind belegt, die Quadratmeter-Mietpreise in Kernstadt und nahen Stadtteilen liegen bei bis zu 20 Euro.

Voriger Artikel
Jury sucht Marburgs schönste Frau
Nächster Artikel
Lahnufer-Prüglern schlägt Wut entgegen

Andrang auf Wohnungen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Marburg und vergleichbaren Universitätsstädten wie Tübingen oder Fulda sei eine Trendwende bei der Wohnungsknappheit laut Moses Mendelssohn  Institut  (MMI) „nicht  in  Sicht“. Im Gegenteil: Die Situation habe sich in den  Städten zum Teil „deutlich verschärft“. Studenten, die lange Jahre gar keine oder nur geringe Probleme hatten, eine dem studentischen Budget angepasste Unterkunft zu finden, „machen jetzt ganz andere Erfahrungen bei der Wohnungssuche“, sagt Dr. Stefan Brauckmann, MMI-Direktor. Grund: weiter steigende Mietpreise.

Marburg zählt dabei zu den Städten, in denen der Einzug in eine Wohngemeinschaft das größte Geldsparpotenzial hat: Im Durchschnitt ist der Quadratmeterpreis in einer WG um 20 Prozent geringer als in einem Einzelapartment (8,60 Euro zu 10,70 Euro). Die deutschlandweit größte Ersparnis haben Studenten derzeit allerdings in Gießen: Eine Singlebude kostet im Schnitt 13,60 Euro pro Quadratmeter. Wer in eine WG zieht, zahlt hingegen nur 8,70 Euro und damit 36 Prozent weniger.

Unterboten werden alle Mietpreise auf dem freien Wohnungsmarkt von Studentenverbindungen: Die Turnerschaft Philippina-Saxonia bietet etwa derzeit in der Lutherstraße Zimmer für 100 Euro pro Monat an.

„Dass es nicht einfach wird, etwas zu finden, wusste ich. Aber ich ahnte nicht, wie viel Geld für Wohnungen verlangt wird, die es nicht im Entferntesten wert sind“, sagt Leon Burger (23). Auch Amalia Sturm (20), die ihre Platzzusage erst vor wenigen Tagen bekam, hat Probleme, befand sich bereits auf Apartmentsuche in Außenstadtteilen wie Elnhausen. „Man will ja auch irgendwo leben, wo man das Studentenleben kennenlernt, nicht ab vom Schuss.“

Aktuell werden auf Immobilienportalen für Single-Apartments oder WG-Zimmer zwischen elf und 20 Euro pro Quadratmeter verlangt. In den Wohnheimen des Studentenwerks gibt es insgesamt 1949 Plätze.

  • Studentendorf: 811
  • Karl-Egermann-Haus: 268
  • Christian Wolff-Haus: 266
  • Wohnheim Wehrda: 258
  • Carl-Duisberg-Haus: 102
  • Konrad-Biesalsky-Haus: 78
  • Gutenbergstraße: 60
  • Forsthaus: 53
  • Ritterstraße: 34
  • Bettinahaus: 19

Nach Angaben des Studentenwerks sind derzeit alle Plätze belegt. 50 Notquartiere sind zum Beginn des Wintersemesters eingerichtet, und von diesen seien bereits mehr als die Hälfte belegt, sagt Franziska­ Busch, Studentenwerkssprecherin, auf OP-Anfrage.

Das neue Studentenwohnheim „Hasenherne“ (80 Plätze) soll im Frühjahr 2018 fertig sein.

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr