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Schnelles Internet bisher unerreichbar

Uni-Gästehaus Schnelles Internet bisher unerreichbar

Das Gästehaus der Universität ist in die Jahre gekommen: Auch der Internet-Anschluss funktioniert derzeit nicht sehr gut.

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Einsparung zu Lasten der Transparenz?

Dr. Oliver Kahl wohnt gerne im Uni-Gästehaus.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wenn Gastwissenschaftler im Gästehaus der Universität am Hansenhausweg wohnen, dann können sie dort nicht das schnelle Internet nutzen. Darauf wies der Islamwissenschaftler Professor Albrecht Fuess im Uni-Senat hin. Gleichzeitig fragte er danach, wann dieser Mangel behoben werden könne. Denn unter anderem wegen der Probleme mit der Informationstechnologie würden er und Kollegen vom Centrum für Nah- und Mitteloststudien Gästen aus dem Ausland lieber private Quartiere bieten als ihnen die Unterkunft im Gästehaus nahezulegen. Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne gestand als Verantwortlicher für das Uni-Gästehaus ein, dass die Probleme mit dem Internet unbestritten seien. Er teilte jedoch jetzt mit, dass sich in dieser Angelegenheit etwas verbessern werde.

Das Gästehaus der Universität am Hansenhäuser Weg ist für Aufenthalte bis zu drei Jahren konzipiert und auch  für ­Familien geeignet. Es enthält 53 möblierte Wohneinheiten. Die Wohnungen stehen nur Wissenschaftlern mit einer entsprechenden akademischen Qualifikation und ihren Angehörigen zur Verfügung. Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine rechtzeitige Reservierung erforderlich. Sehr gut findet beispielsweise Gastwissenschaftler Dr. Oliver Kahl die Wohnmöglichkeiten. Das Uni-Gästehaus biete Wissenschaftlern aus dem Ausland preisgünstige, möblierte Wohnungen auf Zeit in der Stadt. Er hat schon fünf Jahre Wohnerfahrung und ist bereits zum dritten Mal hier untergebracht.

„Es ist nicht mit den heutigen Ansprüchen vereinbar“

Dass das Mobiliar und Ambiente eher dem „Charme der 70er-Jahre entspricht, stört Kahl nicht. So schlimm findet er es auch nicht, dass er in seiner Wohnung keinen Zugang zum schnellen Internet hat. Für jüngere Forscher oder Wissenschaftler mit Familienangehörigen im Ausland könne dies allerdings problematisch sein. Denn Skypen oder das Anschauen von „Youtube“-Videos klappe bisher nur im Klavierzimmer und in den acht renovierten Wohnungen. Bereits 2007 waren die Wohnungen im Gästehaus an die digitale Telefonanlage der Universität angeschlossen worden. Über den damit verbundenenen ISDN-Anschluss ist prinzipiell die Einwahl in das Uni-Netz und damit auch die Verbindung ins Internet mit einer Übertragungsrate von 128 ­Kilobit/Sekunde möglich.

Doch die gestiegenen Anforderungen an Schnelligkeit machen jetzt eine Modernisierung in Sachen Informationstechnologie notwendig. „Es ist nicht mit den heutigen Ansprüchen vereinbar“, erläutert Kanzler Nonne. Dass etwas getan werden müsse, sei der Uni-Leitung bereits seit drei Jahren bekannt, erklärte Nonne auf OP-Anfrage. Immerhin seien bereits acht Wohnungen im Zuge der Grundsanierung mit leistungsstarker Verkabelung ausgestattet worden, die den deutlich schnelleren Anschluss an das Internet möglich machen, sagte der Kanzler.

Alle anderen Wohnungen hätten einen ISDN-Anschluss, aber es gebe dort bisher keine W-Lan-Verbindung. Das Gästehaus der Universität besteht aus zwei Häusern. Eines dieser Gebäude gehört zum Uni-Klinikum. Deswegen würden dort jetzt im Zuge der Sanierung auch W-Lan-Anschlüsse gelegt. In diesem Gebäude besteht jetzt die Möglichkeit, mit neuer Technik W-Lan zu installieren. Das solle im Laufe des Jahres passieren. Auch 2017 soll laut Nonne in den restlichen Wohnungen W-Lan durch Versorgung „von außen“ sichergestellt werden solle. Es solle ein Mast aufgestellt werden, der als Router fungieren und die Versorgung mit schnellem Internet gewährleisten soll.

Mittelfristig sei auch eine­ Grundsanierung aller noch nicht renovierten Wohnungen  geplant, erläutert Dr. Nonne.

von Manfred Hitzeroth

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