Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Riesen-Kran hätte umstürzen können

Allianzhaus Riesen-Kran hätte umstürzen können

Zahlreiche Leser kamen zur OP ins Schlossberg-Center, weil der Kran am Allianzhaus wieder abgebaut wurde – sie vermuteten zu Recht, dass es ein Problem gab.

Voriger Artikel
Bildung für alle als Reformationsziel
Nächster Artikel
Bildungsimpulse durch einen Landgrafen

Der riesige Kran an der Baustelle am Allianzhaus wurde wieder abgebaut. Das Fundament war fehlerhaft, wodurch sich der Kran geneigt hatte. 

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Es war letztendlich ein Missgeschick“, sagt Klaus Diegelmann, Geschäftsführer der Werner Projektentwicklung GmbH, die für den Umbau des Allianzhauses verantwortlich zeichnet. „Der Kran ist aufgebaut worden, dann hat eines der Fundamente nachgegeben“, erläutert er auf Nachfrage der OP.

Dadurch sei der riesige Kran in einen Schiefstand geraten. „Das war sicherlich eine nicht unkritische Situation“, gibt er zu, „letztendlich war aber alles noch handlebar“, so Diegelmann. Aus Sicherheitsgründen habe man sich jedoch dazu entschieden, den Kran wieder abzubauen, „um jeder Gefahr aus dem Weg zu gehen“. Der Schiefstand sei durchaus noch innerhalb der vorgegebenen Toleranz gewesen. Noch dazu sei für einen Abend Sturm angekündigt gewesen, „das führte schon zu einer gewissen Brisanz“.

Ein Kran müsse gerade bei starkem Wind frei drehen können, „die Situation hätte durch Sturm brenzlig werden können“. Mittels Hydraulikpressen habe man den Kran aufgerichtet, „sodass die Situation beherrschbar war“ – dann sei der Kran abgebaut worden. Die Gründung und das Fundament würden nachgearbeitet, „der Kran wird voraussichtlich Ende kommender oder Anfang der darauffolgenden Woche wieder aufgestellt“, erläutert der Geschäftsführer.

Bis Mitte November kommen noch zwei weitere Kräne hinzu, denn das Allianzhaus, das künftig den auf der OP-Facebookseite kontrovers diskutierten Namen „2M Marburg Mall“ (siehe Seite 23) tragen soll, wird in Fertigbauweise errichtet.

„Damit kommen wir zeitlich möglichst schnell mit dem Rohbau voran, denn neben dem Abbruch wird das auf die Umgebung die größte Beeinträchtigung hervorrufen“, erläutert der Geschäftsführer die weiteren Schritte. Zum Jahresende soll die Baustelleneinrichtung komplett stehen, der Rohbau soll bis zum dritten Quartal 2018 abgeschlossen sein.

Eröffnen soll das Einkaufszentrum im ersten Quartal 2019. „Tegut wird wahrscheinlich schon im Sommer kommenden Jahres wieder ins Gebäude ziehen können“, sagt Diegelmann. Das „Missgeschick“ mit dem Kran habe zu keinen Verzögerungen geführt, da er vor der Zeit aufgebaut worden sei. „Wir sind weiter in unserem Zeitplan.“

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Allianzhaus
Ursula Schlapp (Mitte) aus Marburg gewann mit „2M Marburg Mall“ den Namenswettbewerb für das Allianzhaus – und damit einen Gutschein für eine Ballonfahrt. Den überreichten Klaus Diegelmann (von links), Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Dr. Stefan Blümling und Daniela Maurer. Foto: Andreas Schmidt

Vier Wochen lang suchten Stadt, Stadtmarketing und Werner Projektentwicklung mittels Wettbewerb einen neuen Namen für das Allianzhaus – gewonnen hat „2M Marburg Mall“, der Vorschlag von Ursula Schlapp.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr