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„Alle an einem Tisch“

Reformationsfeier „Alle an einem Tisch“

Die Mitglieder der ­Kirchengemeinden Marburgs feierten am Sonntag auf dem Kirchplatz der Elisabethkirche 500 Jahre ­Reformation.

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Pfarrer Armin Wehrmann aus Wehrda (3. von links) genoss das gemeinsame Mittagessen mit Familie und Freunden.

Quelle: Jaqueline Erlach

Marburg.  „Alle an einem Tisch“ – so lautete das Motto des Festes, zu dem der Evangelische Kirchenkreis Marburg eingeladen hatte. Zentrale Programmpunkte waren das gemeinsame Mittagessen an Tischen auf dem Kirchplatz, der ebenfalls dort stattfindende Festgottesdienst und die musikalische Untermalung durch zwei hessische Bands.

Verköstigt wurden die Gäste unter anderem von Organisator Pfarrer Eckhard Käßmann mit Linsensuppe und Flammkuchen. Die anderen Mitglieder des Organisationsteams, das den Festtag auf die Beine gestellt hat, waren Universitätspfarrerin Katja Simon, Dekan Burkhard zur Nieden, Bischof Martin Hein, Pfarrer Markus Rahn, Pfarrer Dr. Gerhard Neumann und Pfarrer Wolfgang Gerhart.

Luther-Truck macht Halt in Marburg

Eine Besonderheit war der ­Luther-Truck, der auf dem ­„Europäischen Stationenweg“ in Marburg Halt machte. Die fahrende Reformations-Ausstellung sammelte auf ihrem Weg durch ganz Europa verschiedene Glaubensgeschichten ein, die man im Truck auf Videotafeln abspielen konnte. Pfarrer Jürgen Schilling ist Mitglied im Projektbüro Reformprozess, das an der Organisation des Stationenwegs beteiligt ist, und erklärte: „Die Botschaft des Zusammenkommens, die mit dem Luther-Truck gesendet werden soll, ist grenz- und konfessionsüberschreitend. Der Truck ist die Verbindung zwischen den Stationen und somit eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Glaubensrichtungen innerhalb Europas.“

Der Tisch aus dem Motto­ tauchte in der Predigt Martin Heins wieder auf. „Es sollen sich alle an einen Tisch setzen und das Gespräch suchen“, sagte der Bischoff. Katharina Wagner, beteiligt an der Luther-Ausstellung im Landgrafenschloss, sieht in dem Gespräch zwischen verschiedenen Glaubenskulturen eine Chance. „Gerade wir Deutschen sollten uns mit unseren Religionen und deren ­Geschichte auseinandersetzen. Dadurch können wir eine bessere Willkommenskultur schaffen“, sagte die Kunsthistorikerin. Für Gudrun Mirasyedi ist Glaube sehr wichtig. „Ich engagiere mich in mehreren Kirchenchören und versuche so, die Menschen für Gott zu begeistern“, sagte das Mitglied des Chors „Joy of Life“, der an dem Abend aufgetreten ist.

„Die Botschaft der Reformation wird mithilfe des Trucks auf zeitgemäße Weise unter die Leute gebracht“, sagte Katja Simon. Das Ziel, die verschiedenen Gemeinden Marburgs zusammenzuführen, sei erreicht worden, sagte die Universitätspfarrerin.

Wolfgang Gerhart wollte mit der Veranstaltung einen Dank an die Ehrenamtlichen der Gemeinden aussprechen. „Vom Ehrenamt lebt die Kirche“, sagte der Pfarrer der Kirchengemeinde Niederwalgern-Oberwalgern.

Ähnlich erging es Burkhard zur Nieden. „Mir sind heute viele bekannte Gesichter begegnet. Die Einladungen sind von den Ehrenamtlichen gut angenommen worden“, sagte der Dekan.

von Jaqueline Erlach

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Lutherjahr
Universitätspfarrerin Katja Simon (von links), Künstlerin Gabi Erne und der Dekan des Stadtkirchenkreises Burkhard zur Nieden freuen sich auf den Besuch des weit gereisten Trucks am „Stationenfest“. Als Besonderheit zu dem feierlichen Anlass fertigte Gabi Erne Tischdecken aus eingereichten Deckenteilen von verschiedenen Gemeinden.

Seit dem 3. November ist er unterwegs und hat in dieser Zeit bereits 61 Städte in Deutschland, Tschechien, England und Italien bereist, bevor er nun am Samstag in Marburg eintreffen wird.

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