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Uni-Leitung toleriert Besetzung

Protest gegen G20-Gipfel Uni-Leitung toleriert Besetzung

Das Foyer der Philosophischen Fakultät wurde am Montag besetzt. Die Uni-Leitung toleriert die Besetzung unter bestimmten Voraussetzungen für drei Tage und Nächte.

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Mit Plakaten gegen den G20-Gipfel machten die Besetzer in der Philosophischen Fakultät auf sich aufmerksam.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Entweder das schöne Leben oder nichts“: Mit diesem Motto war ein anonymes E-Mail-Schreiben unterzeichnet, in dem Besetzer der Philosophischen Fakultät am Montagnachmittag auf sich aufmerksam machten. Das ­Chaos des kapitalistischen Normalzustandes tritt immer gravierender zu Tage“, heißt es in dem Schreiben.

„Auch hier in Marburg schlagen sich diese Zustände nieder und treten offen zu Tage“, heißt es weiter in dem Schreiben. So führe die Marburger Stadtregierung drastische Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich durch, die unter anderem viele selbstverwaltete alternative Kulturorte betreffen. „Es reicht! Wir haben dieser Tage die Philosophische Fakultät besetzt, um einen Raum zu schaffen, um uns zu bilden und zu vernetzen, zu diskutieren und alternative Kultur zu genießen“, hieß es weiter.

Lehrveranstaltungen dürfen nicht gestört werden

Rund 20 Besetzer hatten sich am Montagnachmittag im Foyer auf Sofas häuslich eingerichtet. Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne führte ein Gespräch mit vier Vertretern der Besetzer und verständigte sich danach mit ihnen auf eine Absprache. Demnach toleriert die Uni-Leitung die friedliche Besetzung bis zum Mittwoch – unter der Voraussetzung, dass keine Lehrveranstaltungen gestört werden. Auch eine Kulturveranstaltung am Abend wurde genehmigt.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt am späteren Abend sollte jedoch die Philosophische Fakultät nicht mehr von außen zugänglich sein, so die Absprache. Kanzler Nonne sagte der OP auf Anfrage, dass die Hausmeister des Uni-Gebäudes das Ganze im Blick hätten. Es gehe nicht um eine Besetzung des Gebäudes für mögliche Wohnzwecke wie bei der ehemaligen Uni-Augenklinik. Er habe zudem den Eindruck, dass das Ganze ­kooperativ ablaufe, so Nonne.

von Manfred Hitzeroth

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