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Problemlöserin im Veranstaltungshaus

Karin Stichnothe-Botschafter Problemlöserin im Veranstaltungshaus

Stabwechsel im Stadthallen-Management: Karin-Stichnothe-Botschafter übernimmt die Leitungsfunktion von Tine Faber.

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Karin Stichnothe-Botschafter ist die neue Stadthallen-Managerin.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Etwas mehr als zwei Jahre nach ihrem Amtsantritt hat Tine Faber als Stadthallen-Managerin wieder aufgehört. Private Gründe hätten dafür den Ausschlag gegeben, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). Ihren letzten Arbeitstag hatte Faber Mitte August. „Sie hatte im vergangenen Jahr die Eröffnung des Hauses nach mehrjährigem Umbau vorbereitet und organisiert sowie das erste Betriebsjahr erfolgreich geleitet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Übergangsweise hat jetzt schon ihre Nachfolgerin ­Karin Stichnothe-Botschafter (55) die Leitung des „Fachdienstes ­Erwin-Piscator-Haus“ übernommen. „Karin Stichnothe-Botschafter bringt viel Erfahrung mit und hat sich bereits in unterschiedlichster Art und Weise für Marburgs Kultur und das Erwin-Piscator-Haus engagiert“, erklärt Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach. Offiziell tritt sie zum 1. Oktober ihren neuen Job an.

In der Stadtverwaltung Marburg ist sie aber keine Unbekannte. Denn seit 1997 ist sie bereits Mitarbeiterin im Marburger Kulturamt und hat in dieser Funktion viele kulturelle Projekte und Veranstaltungen der Stadt auch federführend mit betreut. „Ich finde die Aufgabe sehr spannend, für dieses Haus der Stadtgesellschaft tätig zu sein“, sagte Stichnothe-Botschafter jetzt im Gespräch mit der OP.

Für sie sei das Haus in der Biegenstraße „das lichtdurchflutete Flaggschiff der Stadt“, das jetzt schon einen spannenden Veranstaltungsmix biete. Als besonders interessant empfindet sie es, dass in der Stadthalle Veranstaltungen für völlig verschiedene Zielgruppen unter einem Dach angeboten werden.

In der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen „Haus-Partnern“ wie beispielsweise des Landestheaters, des Kulturladens KFZ oder der Marburg Stadt und Land Tourismus Gesellschaft ist es aus ihrer Sicht noch möglich, Synergieeffekte zu heben.

Als ein Beispiel für solche „Crossover“-Effekte nennt sie eine jüngst über die Bühne ­gegangene dreitägige kulturwissenschaftliche Tagung, an deren­ Ausrichtung und Organisation sich alle im Haus beteiligt hätten. Aber auch völlig neue Veranstaltungen, an denen sich  die Vertreter benachbarter Institutionen wie des Uni-Museums oder der Universität und der Kirchen beteiligen, könnte sich Stichnothe-Botschafter in ­Zukunft gut vorstellen.

Piscator liegt ihr sehr am Herzen

Als Organisatorin einer kleinen Ausstellung zu Namensgeber Erwin Piscator hat sich die neue Leiterin des Hauses bereits zur Eröffnung vor zwei Jahren hervorgetan. Und es liegt ihr auch sehr am Herzen, der Bevölkerung auch im kommenden Jahr anlässlich des 125. Geburtstags des Theater-Regisseurs Piscator nähere Information über ihn zu geben.

Zudem möchte die neue Chefin von rund 15 Mitarbeitern im Erwin-Piscator-Haus noch deutlicher im Bewusstsein der Marburger verankern, dass die Stadthalle auch tagsüber und nicht nur während der abendlichen Veranstaltungen ein offenes Haus sei.

Stichnothe-Botschafter war nach dem Studium der Kunstgeschichte, der Neuen Deutschen Literatur und der Politikwissenschaft seit 1997 Mitarbeiterin im städtischen Fachdienst Kultur und zuständig für Projektmanagement, Themenjahre, Ausstellungen und eine Vielzahl von Koopera­tionsprojekten. Für Großprojekte wie das Jubiläumsjahr zur Heiligen Elisabeth sowie die Marburger Sommerakademie trug sie Mitverantwortung.

Ein Motto der in der Nähe von Hameln im ­Weserbergland geborenen studierten Kulturwissenschaftlerin­ lautet übrigens, dass Probleme­ eigentlich nur verkleidete Möglichkeiten sind. So sieht sie sich in ihrer neuen Funktion nicht nur, sondern auch als Problemlöserin bei allem, was die Stadthalle betrifft.

„Mir macht es Spaß, nach rechts und links zu schauen“, sagt sie. „Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, der auch mal Grenzen auslotet.“ Beibehalten will sie übrigens ­ihre Lehraufträge an der Marburger Hotel- und Touristikfachschule, mit denen sie praktische Projekte umsetzt.

von Manfred Hitzeroth

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