Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Nicht verboten, aber gefährlich

Baden in der Lahn Nicht verboten, aber gefährlich

Der abkühlende Sprung ins fließende Wasser - an der Lahn wird er immer beliebter. Die Stadt warnt aber vor dem Baden und Schwimmen in der Lahn.

Voriger Artikel
In wenigen Jahren fehlen Kita-Plätze
Nächster Artikel
Asta wettert gegen Privatisierung

Idyllischer Blick auf die Lahn.

Quelle: Archivbild

Marburg. Rechtlich gesehen ist das Baden in der Lahn erlaubt, teilt Birgit Heimrich vom Presseamt der Stadt mit. Das heißt, man darf die Gewässer nutzen, das Baden und Schwimmen ist also nicht verboten. „Gemeingebrauch“ heißt das in der Juristensprache. Die Stadt hat also keine Handhabe, den Sprung in den Fluss zu unterbinden.

Aber: Es gibt keine sicheren Ein- und Ausstiege und keine Badeaufsicht. In der Lahn als fließendem Gewässer gibt es zudem Strömungen, Wassertiefen, mehrere Zuläufe, dazu Pflanzenbewuchs am Ufer und am Flussgrund, Steine und dergleichen mehr, die das Baden gefährlich machen können, warnt die Stadt.

Bei Badeunfällen sterben jedes Jahr mehr als hundert Menschen, sagt die DLRG. Unfallschwerpunkt Nummer eins sind nach wie vor die unbewachten Binnengewässer, sagen die Lebensretter. In Flüssen, Bächen, Seen und Teichen ertranken 2015 fast 80 Prozent aller Opfer. Die DLRG fordert von der öffentlichen Hand Regelungen für eine verbindliche Absicherung der Gewässer, die von Schwimmern, Badegästen und Wassersportlern genutzt werden.

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr