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Schlägerei mit 40 Beteiligten

Zwei Verletzte, zwei Festnahmen Schlägerei mit 40 Beteiligten

Eine Schlägerei an den Lahntreppen in Marburg nahe der Mensa am Erlenring löste am Montagabend gegen 19.35 Uhr einen Großeinsatz von Polizei und Rettungswagen aus. 40 junge Männer waren beteiligt, nach Polizeiangaben handelte es sich um Flüchtlinge und Asylbewerber. Am Nachmittag reagierte Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) auf die Ereignisse: "Die Sicherheit in der Stadt und die Beseitigung von Angsträumen für unsere Bürgerinnen und Bürger muss unabhängig von diesem Vorfall ganz oben stehen", sagte er.

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Großeinsatz der Polizei am Montagabend an den Lahntreppen in Marburg Mitte: 40 junge Männer waren in eine Schlägerei verwickelt.

Quelle: Felix Kästle

(Update 15.45 Uhr) Marburg. Die neusten Informationen gibt es hier.

Nach Zeugenangaben schlugen und traten zunächst zwei Männer aufeinander ein. Im weiteren Verlauf mischten sich die Begleiter der Kontrahenten ein.

Ein 19-Jähriger Afghane erlitte eine nicht lebensbedrohliche Stichverletzung am Oberschenkel, teilte die Polizei mit. Bei der Auseinandersetzung soll Reizgas zum Einsatz gekommen sein. Eine Parkbank in der Nähe wurde zerstört, die Schläger nutzten eine herausgebrochene Latte als Schlaginstrument.

Die näheren Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit noch nicht bekannt, berichtet die Polizei. Sie nahm zwei 18 Jahre alte, aus Syrien stammende Beteiligte vorläufig fest. Der 19-jährige Afghane mit der Stichverletzung sowie ein 16-Jähriger, der ebenfalls aus Afghanistan stammt und eine Kopfverletzung erlitt, wurden mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik transportiert.

Die Ermittlungen der Polizei zu den beteiligten Personen dauern an.

Die Marburger Einsatzkräfte bekamen Verstärkung aus Gießen. Neun Streifenwagen und 18 Polizisten rückten an den Lahntreppen an. Nun werden Zeugen gesucht, die die Schlägerei beobachtet haben.

Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) sprach von einem "zutiefst bedauerlichen und schlimmen Vorfall". "Die konsequente Strafverfolgung der gewalttätigen Auseinandersetzung obliegt nunmehr der Staatsanwaltschaft und der Polizei." Sorgen um die Sicherheit in der Stadt nehme er "mehr als ernst". "Zur Schlägerei am Montag ist es allerdings während der Innenstadtkirmes, also zu einem sehr belebten Zeitpunkt gekommen. Ob man den aktuellen Vorfall also durch eine noch höhere Präsenz von Polizei und Ordnungskräften hätte verhindern können, ist fraglich", sagte Stötzel.

Polizei, Ordnungspolizei der Stadt und private Sicherheitskräfte seien am Lahnufer bereits regelmäßig präsent. "So konnten am Montag zumindest schnell zusätzliche Einsatzkräfte angefordert werden", erklärte Stötzel. "Wir sind selbstverständlich mit der Polizei im Gespräch, um zu sehen, welche weiteren Maßnahmen von städtischer Seite geeignet sind, um die Sicherheit zu erhöhen. Dabei steht im Mittelpunkt, Problemlagen am Lahnufer schnellstmöglich zu erkennen und so die Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung zu unterstützen."

In einem ersten Schritt werde die Stadt die Beleuchtung der Lahnterrassen deutlich verbessern. "Auch über den Einsatz von Sicherheitskräften für zusätzliche Abend- und Nachtstunden muss gesprochen werden.“

von Carina Becker-Werner

Zeugen, die nähere Angaben zu dem Geschehen machen können, sollten sich zeitnah bei der Polizeistation Marburg melden, Telefon 06421- 4060.

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Im Gebiet Erlenring, Lahnterrassen und Innenstadt-Mensa klagen viele über die angespannte ­Sicherheitslage. Eine Idee: Videoüberwachung. Fotomontage: Thorsten Richter / Susann Prautsch

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