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Neuer Kopf für „DBM-Torso“ wird gesucht

Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg Neuer Kopf für „DBM-Torso“ wird gesucht

Nach dem Wechsel des bisherigen DBM-Leiters Jürgen Wiegand zu den Stadtwerken wird eine neue Führungskraft für den kommunalen Eigenbetrieb gesucht – zumindest für den Teil, der davon übrigbleibt.

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Der Betriebshof der Dienstleistungsbetriebe ist Dienstort für mehrere Abteilungen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Denn mit Wiegands Chefsitz-Wechsel ist eine Neuorganisation der Müllentsorgung verbunden, die Stadt trennt nun die Abfuhr des Restmülls in ihrem Gebiet aus dem DBM heraus und schafft dafür einen Bereich Kommunalentsorgung (die OP berichtete).
Zu den künftig verbleibenden Schwerpunktaufgaben des DBM zählen etwa die Straßenreinigung, Winterdienst, Kanal- und Gewässerschutz und Grünflächenpflege in der Universitätsstadt.

Norbert Feyh dürfte der Favorit für den Posten sein

Wer kommt als Führungskraft infrage? Der Favorit dürfte Norbert Feyh sein, der seit Jahren stellvertretender DBM-Leiter ist. Seine internen Arbeitsschwerpunkte waren zuletzt neben Rechnungswesen das Controlling, also der Planung, Koordination und Kontrolle der ­Unternehmensabläufe.

Doch auch in der Kommunalpolitik gibt es Kandidaten, die aus verschiedenen Gründen theoretisch infrage kommen könnten. Eine Auswahl:

  • Andrea Suntheim-Pichler (BfM): Die bekannteste Politikerin der Wählergemeinschaft fädelte nach der Kommunalwahl die Zählgemeinschaft mit der SPD ein, die dann zur ZIMT-Regierung auch mit der CDU führte. Die Wirtschaftsexpertin, gelernte Kauffrau und hauptberuflich bei der Firma Kaphingst beschäftigt, strebt seitdem eine führende Rolle in der Stadt an. Sie schielte zuletzt auf eine vierte Stelle im hauptamtlichen Magistrat, deren Einrichtung im Laufe der Legislaturperiode seitens der ZIMT-Partner nicht ausgeschlossenen wird. Die DBM-Leitungsfunktion also eine Übergangslösung, ein Sprungbrett in die nächste Führungsebene?
  • Dominic Dehmel (SPD): Der Schröcker Stadtverordnete arbeitete beim Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf (MVZ), war dort vor allem für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, gilt in der Stadtverordneten-Fraktion als Experte für DBM-Themen. Derzeit arbeitet er als Lehrer im Rhein-Main-Gebiet.
  • Sonja Sell (SPD): Seit 20 Jahren ist sie Stadtverordnete und gewinnt immer mehr Einfluss, rückt politisch auch als Teil des SPD-Fraktionsvorstands immer weiter vor. Seit Jahren ist sie Teil der DBM-Betriebskommission und sitzt auch im Aufsichtsrat der Stadtwerke, kennt also viele lang- wie mittel- und kurzfristige Vorgänge.
  • Dr. Kerstin Weinbach (SPD): Die ehemalige Stadträtin war jahrelang die für die DBM zuständige Dezernentin, kennt alle Themen, Aufgaben, Angestellten und internen Abläufe. Nach Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2017 schloss die 50-Jährige allerdings eine Tätigkeit innerhalb alter Aufgabengebiete in Marburg aus, wollte ihre Karriere außerhalb der städtischen Strukturen fortsetzen.

Zuständiger DBM-Dezernent ist Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU). Denkbar ist somit auch, dass – ähnlich wie bei der Neubesetzung an der Bauamtsspitze  – jemand, der sowohl Fachwissen als auch politische Nähe zu Marburgs Konservativen nachweisen kann, ausgewählt wird.

von Björn Wisker

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