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Neue „Master“ bringen Kultur an die Schulen

Erste Absolventen verabschiedet Neue „Master“ bringen Kultur an die Schulen

Die ersten Absolventen des Weiterbildungsmasters zur Kulturellen Bildung an Schulen wurden jetzt in der Alten Aula verabschiedet.

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Moderatorin Rosemarie Tuchelt vom Hessischen Rundfunk (von links) stellte Professorin Susanne Hilger von der PwC-Stiftung, Dr. Andrea Firmenich von der Altana-Kulturstiftung, Professor Wolfgang Seitter von der Philipps-Universität, Oberstudienrat Christian Kammler von der Philipps-Universität und Astrid Kiesling-Taskin von der Commerzbank-Stiftung vor, die den neuen Studiengang ermöglicht haben.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Die Schule ist heute längst kein so geschlossenes System mehr wie früher, gerade was den Kulturbereich angeht. Außerschulische Projekte, Ganztagsprogramme mit externen Fachkräften und Pädagogen oder kulturelle Kooperationen gehören für Lehrer und Künstler gleichermaßen immer mehr zum Alltag. Dadurch sind heute natürlich beide Seiten ganz anders gefordert“: Mit diesen Worten umriss Oberstudienrat Christian Kammler am Donnerstag die Grundlage für den Weiterbildungsmaster „Kulturelle Bildung an Schulen“, der im Wintersemester 2014/2015 gestartet war und dessen erste Absolventen nun in der Alten Aula verabschiedet wurden.

„Vor sechs Jahren haben wir die ersten Gespräche zwischen Künstlern und den Vertretern der Schulpädagogik aufgenommen, heute verabschieden wir unsere ersten Absolventen“, sagte Brigitte Heusinger, die zum Kernteam des neuen Masterstudiengangs  gehört.

Erdacht wurde der Studiengang am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Marburger Universität. Derzeit ist der berufsbegleitend ausgelegte Studiengang in Deutschland einzigartig. In den Wochenendseminaren werden folgende Fragen mit Leben gefüllt: Wie können Lehrende gemeinsam mit Schülern, Künstlern und Kulturinstitutionen neue Strukturen für lebendiges Lernen und Forschen in ästhetischen Feldern schaffen? Wie können sich Künstler in diesem Kontext neu ausrichten und weiterbilden? Wie kann Kunst Schulunterricht verändern? Tanz- und Musikworkshops sowie Experimente mit künstlerischen Materialien gehören zum Programm des Studiengangs. Wissenschaftliche Theorie und die Praxis der Kulturellen Bildung an Schulen werden vermischt.

Die Marburger Uni-Vizepräsidentin Professorin Evelyn Korn freute sich: „Hier werden die Absolventen für viele Tätigkeiten im kulturellen und pädagogischen Bereich qualifiziert.“ Zudem werde der Studiengang durch diverse Stiftungen und Stipendien gefördert, was die zunehmende Belastung der staatlich finanzierten Hochschullehre etwas mindere. Finanziell gefördert wird der Studiengang unter anderem durch die Altana-Kulturstiftung und die Commerzbank-Stiftung. Schirmherrin ist Susanne Klatten, die Gesellschafterin der Altana-Stiftung.

Die Absolventen kommen aus unterschiedlichen Berufen, vom Schauspieler über den Museumspädagogen und Lehrer bis zur freischaffenden Künstlerin. Aktuell liegen die Semestergebühren bei 1 500 Euro.
Insgesamt 17 Absolventen hatten dieses Geld investiert und durften sich am Ende des Abends nun offiziell „Master of Arts“ nennen.

von Marcus Hergenhan

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