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„Mit Glück können wir an Weihnachten einziehen“

Moschee-Neubau „Mit Glück können wir an Weihnachten einziehen“

Am Tag der offenen Moschee bestand auch die Möglichkeit, die Baustelle in der Straße „Bei St. Jost“ zu besichtigen.

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Dr. Bilal Farouk El-Zayat zeigt den Gebetsbereich.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Auch die Marburger Muslime beteiligten sich an dem bundesweiten Aktionstag und hatten unterschiedlichste Veranstaltungen für die Gäste vorbereitet. Unter anderem bestand die Möglichkeit, sich beim gemütlichen Teetrinken über die islamische Gesellschaft zu informieren oder sich einfach über Literatur auszutauschen. Außerdem konnten Interessierte bei einer Baustellenbesichtigung des Neubaus des Marburger Kultur- und Bildungszentrums mit Moschee Einblicke in den Baufortschritt sowie das Konzept der Einrichtung erfahren.

Die Islamische Gemeinde Marburg legt bei dem Gebäude höchsten Wert auf Multifunktionalität. „Wir haben Räume für Seminare oder Unterricht. Es gibt aber auch eine Cafeteria und einen großen Arbeitsraum“, erklärt Dr. Bilal Farouk El-Zayat, Vorsitzender des Vereins.

Man habe bei der Planung des Gebäudes versucht, möglichst viele Bedürfnisse zu erfüllen. Das bedeute auch, dass man für viele ortsansässige Vereine, die nicht über eigene Räume verfügen, Bereiche schaffen will. Die beiden Gebetsräume sind die einzigen sakralen Räume im gesamten Gebäude, bieten Platz für einige Hundert Gläubige und werden, im Vergleich zu anderen Moscheen, sehr schlicht gehalten sein. „Auf der oberen Ebene des Gebetsbereichs werden die Frauen und Kinder beten können. Natürlich wird es auch Veranstaltungen geben, an denen Frauen und Männer gemeinsam auf der unteren Ebene beten werden“, sagte El Zayat.

Elf Apartments für Studenten

Die gesamte Einrichtung wird barrierefrei, die Sanitäreinrichtungen werden auf die Bedürfnisse der Besucher angepasst sein, und ein Fahrstuhl ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Ebenen. Die oberste Etage des Gebäudes wird zum Wohnbereich ausgebaut. Die insgesamt elf Apartments sollen von Studenten bewohnt werden, verfügen über einen eigenen Küchen- und Sanitärbereich und sind zwischen 25 und 35 Quadratmetern groß.

Die jetzige Gebäudeplanung sieht außerdem eine große Dachterrasse vor. Viele Bereiche im Gebäude sollen in Zukunft durch Trennwände erweiterbar und nach Möglichkeit über separate Eingänge zu erreichen sein. „Multifunktionalität ist uns sehr wichtig. Wir wollen möglichst jeden Raum effektiv nutzen“, sagt der Vorsitzende des Vereins. Weitere Räume können für private Veranstaltungen genutzt werden, im Keller wird eine Großküche geplant und auf dem Gelände wird es in Zukunft einen Feinkostladen geben. „Wir schaffen hier ein Bildungs- und Kulturzentrum für die Marburger Gesellschaft. Uns ist der interkulturelle Austausch sehr wichtig.“

Nachhaltigkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Gebäudes, so sollen mehrere Solaranlagen auf dem Dach installiert und mit Erdwärme gearbeitet werden. Wann genau das Gebäude fertiggestellt sein wird, kann noch nicht gesagt werden.

„Mit Glück können wir an Weihnachten einziehen“, sagt El-Zayat.

von Felix Busjaeger

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