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Marburger Waffenhändler angeklagt

Amoklauf von München Marburger Waffenhändler angeklagt

Acht Monate nach dem Münchner Amoklauf hat die Staatsanwaltschaft gegen einen Marburger Anklage erhoben, der dem 18-jährigen Täter die Waffe verkauft haben soll.

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Bei dem Festgenommenen wurden im August mehrere Waffen und Munition sichergestellt.

Quelle: Peter Gassner

München. Dem 32 Jahre alten Mann werden fahrlässige Tötung in neun Fällen, fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen, wie der Sprecher der Anklagebehörde am Montag sagte. Das Verfahren sei aber noch nicht zur Hauptverhandlung zugelassen.

Vor dem Amoklauf am 22. Juli am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) hatte der Schütze die Waffe offensichtlich im sogenannten Darknet besorgt, einem anonymen Teil des Internets. Dort suchte er den Ermittlungen zufolge gezielt nach einer Glock-Pistole und 250 Schuss Munition. Am OEZ erschoss er neun Menschen und tötete sich selbst. Fast 60 Mal feuerte er - Ermittler fanden 57 Patronenhülsen aus seiner Pistole.

Der mutmaßliche Waffenhändler war im August in Marburg festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er soll mit diversen Waffen gehandelt haben, darunter auch halb-automatische Schusswaffen, die als Kriegswaffen gelten. Die Ermittlungen zum Amoklauf selbst sind abgeschlossen. Sie bestätigten, dass der 18-Jährige Einzeltäter war. Am Freitag wollen die Staatsanwaltschaft und das Bayerische Landeskriminalamt die Ergebnisse des Abschlussberichts vorstellen.

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