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Marburg zeigt Flagge zum Luther-Jahr

Ausstellung Marburg zeigt Flagge zum Luther-Jahr

Insgesamt zehn Fahnen mit Motiven Marburger Künstler sollen einen persönlichen Blick auf das ­Reformationsjahr werfen. Ab März sollen die Flaggen in der Stadt wehen.

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Ganz unterschiedliche Interpretationen und Ideen zur Reformation und zu Martin Luther hielten zehn Marburger Künstler auf ­Leinwand fest.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Luther-Porträts, Ablass-Kritik, die 95 Thesen, die Luther-Rose, eine Zeit der Umbrüche, bis hin zum Apple-Logo – zahlreiche Gedanken und Interpretationen rund um die Reformation und deren bekanntesten Vertreter haben Künstler aus Marburg umgesetzt und in individuellen Werken festgehalten.

Unter dem Motto „Aufbrüche – Fahnen zum Reformationsjahr“ lud der Fachdienst Kultur zur Vernissage der neuen Ausstellung im Rathaus ein. Rund 100 Besucher bestaunten die Werke von zehn Künstlern aus Marburg. Diese hatten sich im Auftrag der Stadt mit Reformator Martin Luther und seinem Wirken auseinandergesetzt und jeweils zwei Motive geschaffen. Ihre ganz eigenen Interpretationen des Themas wurden auf Leinwand und Papier gebannt, „um dort nonverbal zu kommunizieren – denn ein Bild ist ein Vortrag ohne Worte“, sagte Künstlerin Christine Dahrendorf während der Eröffnung.

Sehr unterschiedlich erscheinen dabei die gewählten Motive, die von traditionellen Luther-Symbolen über philosophische Definitionen des Glaubens bis hin zu modernen Interpretationen der Reformation reichen, wie die kritische Gegenüberstellung des sündigen Adamsapfels aus dem Paradies und dem Apple-Logo. Allesamt „vielschichtige Arbeitsansätze und gelungene Ergebnisse“, lobte Projektleiterin Mascha Justus-Willershausen vom Fachdienst Kultur.

Bilder zu diesem Thema seien dabei nicht nur schön anzuschauen, sie passten auch gut zu Luther. Er soll seinerzeit in Bildern einen Lehrzweck gesehen haben, befürwortete etwa eine Bebilderung von Hausfassaden mit biblischen Motiven. Der Reformator habe ebenfalls an der Schaffung einer Bildsprache mitgewirkt, um seine Ansätze der ganzen Bevölkerung vermitteln zu können. Die Bilder der Marburger Künstler dienen nun als Vorlagen für großformatige Fahnen, die am 24. März als künstlerische Zeichen und Hinweise auf das Themenjahr und kommende Jubiläumsprogramme in der Stadt aufgehängt werden. „Sie werden das Marburger Stadtbild bereichern und für eine verdiente Aufbruchstimmung sorgen“, sagte Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD). An dem Projekt beteiligen können sich auch die ­Marburger Bürger: Jeder kann weitere Standorte der Fahnen vorschlagen. Kontakt über das Büro des Fachdienstes Kultur, erreichbar unter E-Mail ­kultur1@marburg-stadt.de oder unter 0 64 21 / 2 01 13 75.

  • Die Ausstellung der Originalwerke ist noch bis zum 17. Februar, jeweils von 11 bis 17 Uhr, im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen. An diesem Samstag und Sonntag werden zwei Künstler vor Ort sein, um Fragen zu ihren Werken zu beantworten.

von Ina Tannert

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