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Lokschuppen-Umbau weckt Jobmotor-Hoffnung

Startups Lokschuppen-Umbau weckt Jobmotor-Hoffnung

Von Eisenbahnen zu Existenzgründern: Die künftige Nutzung des Lokschuppens wird einen Wirtschaftsförderfokus haben. Die Ausrichtung der verbliebenen Investoren stößt auf Zustimmung von Wirtschaftsverbänden.

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Egal welches Nutzungskonzept den Zuschlag erhält, sowohl Optik Schneider als auch Christmann und Pfeifer setzen schwerpunktmäßig auf Firmenansiedelungen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Platz für Arbeitsplätze: „Der Bedarf für eine Ansiedelung ist definitiv vorhanden“, sagt Oskar Edelmann, Industrie- und Handelskammer Marburg. Der Wunsch nach Räumen sei nicht ganz neu, seit einigen Jahren kursiere dieses Ansinnen in heimischen Wirtschaftskreisen. Einen Startup-Schwerpunkt, wie sowohl Firma Schneider als auch Christmann + Pfeifer es planen, sei ein „wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Region“.

Allerdings sei es „mit dem Hinstellen eines schicken Gebäudes nicht getan“. Vielmehr müsse es  für ein erfolgreiches Gründerzentrum gelingen, die Jung-Firmen mit erfahrenen Unternehmern, mit Investoren zu Kooperationen zusammenzubringen – das ist das selbsterklärte Ziel von Gunter Schneider, Geschäftsführer von Optik Schneider. Er will eingemietete Startups etwa durch regelmäßige Präsenz des eigenen Unternehmens fördern. Für „gegenseitige Befruchtung“, wie Edelmann sagt, brauche es aber nicht zwingend die Vor-Ort-Ansässigkeit möglicher Kooperationspartner, „es muss aber ein Austausch gelingen, über Netzwerke, Foren – oder auch nur gemeinsame Grillabende“.

Laut Deutschem Startup-Monitor 2016, einer jährlich ausgewerteten Szene-Studie, schufen Existenzgründer im vergangenen Jahr bundesweit durchschnittlich zwölf Arbeitsplätze.­ „Startups sind Jobmotoren“, heißt es vom Bundesverband Deutsche Startups – vor allem in ihrer Aufbau- und Wachstumsphase. Vor allem in der Digital-Wirtschaft werden Gründungen verzeichnet. 3,6 Prozent aller Startups sind demnach in der Medien- und Kreativwirtschaft tätig, wobei die Grenzen zwischen den Branchen fließend sind (Videospiele-Entwickler und Online-Serviceportale etwa sind in der Studie gesondert aufgeführt). C+P hat nach eigenen Angaben bereits sieben Ankermieter, die in diesem Segment tätig sind.

Hessen, auch das Rhein-Main-Gebiet, stellen – im Gegensatz etwa zur Neckarregion oder den deutschen Metropolen – aber keine Boom-Startup-Region dar. Die meisten Gründer sind zwischen 25 und 35 Jahre alt, zwei bis drei Leute gründen zusammen, die wenigsten alleine. Der Bereich der innovativen und wachstumsorientierten Firmen wächst laut DIHK-Gründerreport 2017 „langsam, aber verlässlich“.

von Björn Wisker

Das sind Startups
Startups bezeichnen laut Gabler Wirtschaftslexikon „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee mit geringem Startkapital gegründet werden”. Das Ziel dieser Neu-Firmen ist es, schnell zu wachsen, vor allem in den Bereichen Elektronik und Kommunikationstechnologie. Das Geschäftsmodell ist darauf angelegt, dass es erweiterungsfähig und wiederholbar ist.
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