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Lokschuppen-Entscheidung vor Sommer

Sanierung Lokschuppen-Entscheidung vor Sommer

Für die Sanierung des Lokschuppens am Hauptbahnhof in Marburg sind zwei Konzepte übriggeblieben. Das Auswahlgremium strich am Mittwoch den Vorschlag des Lokschuppen-Vereins, der im Kern ein Technikmusem vorsah.

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In den Erhalt des Lokschuppens investierte die Stadt in den vergangenen Jahren mehrere Hunderttausend Euro. Die Privatisierung wurde im vergangenen Jahr beschlossen, nun stehen zwei Nutzungskonzepte zur Auswahl.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die beiden verbliebenen Konzepte zur Lokschuppen-Sanierung sollen im Juni bei einer öffentlichen Vorstellung allen Marburgern präsentiert werden. Der Magistrat stellt den Bietern bereits Konzept-Kooperationen in Aussicht.„Wir sind uns einig, jetzt mit den zwei am besten geeigneten Angeboten in die öffentliche Diskussion gehen zu können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) nach der Sitzung des Auswahlgremiums am Mittwochnachmittag. 

Sollten sich im Rahmen des bestehenden Verfahrens Kooperationen der Bieter ergeben, „würden diese gerne geprüft“.

Favorit im Rennen zwischen den nun verbliebenen Vorschlägen „Kreativer Knotenpunkt“ von Christmann + Pfeifer und dem „Kultur- und Begegnungszentrum“ der „Bietergemeinschaft Drehscheibe-Lokschuppen“, an der die Firma Schneider aus Fronhausen beteiligt ist, ist nach OP-Informationen derzeit Letzteres. Die Bietergemeinschaft sieht unter anderem den Christus-Treff als Mieter sowie studentisches Wohnen vor (die OP berichtete).

Bei den von allen Investoren gebotenen Immobilien-Kaufpreisen soll es sich zudem um Mini-, keinesfalls um Millionenbeträge handeln. Der OB kündigte bereits im Vorfeld der Ausschreibung an, den Lokschuppen auch für den Symbolbetrag von einem Euro zu verkaufen, da das Nutzungskonzept der entscheidende Punkt sei.

„Mangels Geld sind wir sicher nicht rausgeflogen“

Die Bewertungs-Matrix, die Teil der Ausschreibung war, stellt Denkmalschutz und Nutzungsart inklusive städtebauliche Aspekte über Wirtschaftlichkeit, Umsetzungszeitraum, Energiekonzept und Kaufpreis.

Der Lokschuppenverein ist mit seiner Technikmuseums-Idee an diesen Kriterien offenbar gescheitert. „Die Entscheidung kommt zwar nicht unerwartet, aber warum man sich gegen uns entschieden hat, kann ich nicht nachvollziehen“,  sagt Dr. Fritz-Joachim Hüther vom Lokschuppenverein auf OP-Anfrage.

Das Konzept sei von allen eingereichten nicht nur das, welches den Denkmalschutz am meisten berücksichtige und am besten in den Bestand einfüge, es hätte der Kommune auch „künftig am meisten Geld eingebracht“. Es habe bereits zum jetzigen Zeitpunkt „bundesweit jede Menge Nutzungsinteressenten“ gegeben. Die Finanzierung sei ebenfalls abgedeckt gewesen, „mangels Geld sind wir ganz sicher nicht rausgeflogen“, sagt Hüther. Zu den Gründen, wieso sich das Auswahlgremium gegen den Verein als Investor entschieden hat, wolle man sich nicht äußern, teilt die Stadt auf OP-Anfrage mit. Geplant ist, dass das Stadtparlament am 30. Juni entscheidet, welches der Konzepte umgesetzt wird.

Der exakte Konzeptvorstellungs-Termin steht laut Pressestelle der Stadt noch nicht fest, wird in den nächsten Tagen in der OP veröffentlicht.

von Björn Wisker

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