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Ausweichräume werden benutzt

Lokschuppen Ausweichräume werden benutzt

Die Nutzer des Werkstattgebäudes sollen in andere Räume umziehen. Die ­Bietergemeinschaft ­Lokschuppen sieht dafür Abstellräume auf dem ­Gelände vor – Teil der ­Verkaufspläne waren diese bisher aber nicht.

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Die Nutzer des Werkstattgebäudes (rechts) sollen in gegenüberliegende Räume umziehen. Allerdings werden diese von der Gastronomie „Rotkehlchen“ (links) und dem Waggonhallen-Theater seit Jahren als Abstellflächen benutzt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die in den Planungen vorgesehenen Flächen grenzen an das „Rotkehlchen“ und ziehen sich weiter in Richtung Ortenbergsteg. Dort soll etwa der Künstler Thomas Gebauer unterkommen. Vom Magistrat ­habe er Planungssicherheit bis 2021 zugesichert bekommen, das Gleiche gelte für die bislang ebenfalls im Werkstattgebäude untergebrachte Schreinerei. Die Investorengruppe, Firma Schneider / Christmann + Pfeifer, habe den Nutzern im Rahmen der Neukonzeptionierung nun „angemessenen Ersatz auf dem Gelände“ versprochen. „Auf diese Zusagen verlasse ich mich jetzt und werde so einen neuen Standort auch annehmen“, sagt Gebauer.

Problem: Die Immobilien waren bislang nicht Teil der Verkaufsgespräche – und sie werden bereits genutzt, sind Teil des Pachtvertrags zwischen aktuellen Nutzern des Waggonhallen­areals und der Stadt. „Das sind Abstellflächen, die wir dringend brauchen, da steht alles voll“, sagt Matze Schmidt („Rotkehlchen“) auf OP-Anfrage.

"Kein qualitativer Mehrwert"

Neben einem Leergutlager werden in den Verschlägen unter anderem Theatergegenstände aufbewahrt und eine Fläche als Unterstand für das Grillen am Biergarten benutzt. Das Umzugsangebot der Bietergemeinschaft in diese Räume käme für die aktuellen Nutzer „überraschend“. Schmidt ist aber prinzipiell kompromissbereit: „Man kann ja über alles reden, aber dass man wieder vor vollendete Tatsachen gestellt wird, das kann es ja nicht sein.“

Unterdessen fühlt sich der SPD-Stadtverordnete Steffen Rink in der OP-Berichterstattung falsch wiedergegeben. Seine Aussagen im Bauausschuss, wonach eine neuerliche Bürgerinformations-Veranstaltung – die von den Grünen vor der Abstimmung im Parlament beantragt wurde – „keinen qualitativen Mehrwert bringt“ und „es reicht, dass der Politik alle Informationen vorliegen“ habe er so nicht getätigt.

Was er gesagt habe, sei, dass er in einer Bürgerversammlung   „zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert erkennt, weil es einen breiten Beteiligungsprozess gegeben hat und alle relevanten Informationen vorliegen und diese auch öffentlich zugänglich sind“. Grundsätzlich sei bereits die vergangene Bauausschuss-Sitzung, auf der die Neukonzeption samt Visualisierungen präsentiert wurde, öffentlich und somit für alle Interessierten zugänglich gewesen. Ebenso seien OP-Artikel und Beratungsunterlagen für jeden einsehbar. Jeder, sowohl Politiker als auch Bürger, die sich informieren wollen, hätten den gleichen Kenntnistand zum Lokschuppenverkauf.

Die Stadtverordnetenversammlung tagt und entscheidet am Freitag ab 16.30 Uhr.

von Björn Wisker

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