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„Lange Tradition der Druckereikunst“

OP-Sommerrätsel, Teil 6 (Auflösung) „Lange Tradition der Druckereikunst“

Das letzte unserer sechs Sommerrätsel war offenbar am schwierigsten zu lösen. Jedenfalls erreichten uns dazu die wenigsten Einsendungen.

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Der Dieselbus ist ein Auslaufmodell

Das Haus „Markt 21“. Die Gutenberg-Skulptur befindet sich über dem OP-Schaukasten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Bei der Holzskulptur auf dem Detailfoto handelt es sich um den Erfinder der Buchdruckkunst Johannes Gutenberg“, schreibt uns Manfred Ritter, ehemaliger Leiter der ­Unteren Denkmalschutzbehörde. Auch werde diese Skulptur als Schriftsetzer mit Winkelholz und Tafel interpretiert. „Bei dem Gebäude, an dem diese Figur an der Erdgeschossfassade hängt, handelt es sich um Markt 21“, berichtet Ritter weiter. „Markt 21 ist das Stammhaus der Oberhessischen Presse.“

„In meiner Schulzeit war hier die gesamte Redaktion beheimatet, im Nachbargebäude (der heutigen Brüder-Grimm-Stube) die Druckerei“, berichtet der Marburger Wilhelm Heermann. „Ich habe dort gelegentlich Beiträge unseres ,Clujudi‘ (= Club junger Dichter) für die Jugendseite der OP abgegeben und ein paar Tage später je nach Anzahl der Zeilen 1,40 bis 1,75 Mark bar für unsere Clubkasse kassiert; das war in den Jahren nach der Währungsreform mehr als das monatliche elterliche Taschengeld.“

Wolfgang Dotzauer aus Neustadt verbindet mit der Gutenberg-Skulptur „die lange Tradition der Druckereikunst von den Anfängen in China bis zur heutigen hochentwickelten Drucktechnik und ich freue mich jeden Morgen über eine neue,  spannende Ausgabe meiner Tageszeitung“.

„Sind wir Kinder auf dem Heimweg von der Schule dort hinuntergegangen, roch es zunächst intensiv nach Druckerschwärze und veränderte sich dann nach und nach in den typischen Geruch einer Fischhandlung“, erinnert sich der Marburger Joachim Langer, denn in der Wettergasse befand sich laut Langer damals die Fischhandlung Braun.

Albert Schmidt aus Cappel hat 1954 die Druckerei mit seiner Klasse besichtigt. „Dort lernten wir die Arbeit des Schriftsetzers mit den schweren, bleiernen Druckformen für die gewaltigen Rotationsmaschinen kennen. Wir hatten die Befürchtung, mitsamt diesen schweren Maschinen durch den dortigen mittelalterlichen Boden zu brechen“, schreibt er und ergänzt: „Die Sommerrätsel haben Spaß gemacht, dafür ein herzliches Dankeschön.“ Das geben wir gerne an unsere Leser zurück, die uns zu den gesuchten Objekten mit persönlichen Eindrücken versorgt haben.

  • Der Preis für die letzte Folge des Rätsels, ein 20-Euro-OP-Shop-Gutschein, geht an Christine Stankewitz aus Marburg. Herzlichen Glückwunsch! Der Preis wird Ihnen zugeschickt.
  • Unter allen Einsendern der sechs Rätsel verlosen wir ein Archos-Tablet. Den Gewinner geben wir am kommenden Mittwoch in der OP bekannt.

von Michael Arndt

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