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Lahnufer-Prüglern schlägt Wut entgegen

Massenschlägerei Lahnufer-Prüglern schlägt Wut entgegen

Die Massenschlägerei an den Lahnterrassen sorgt in den sozialen Netzwerken für Empörung. Die Grünen wollen am kürzlich eingeschlagenen Weg Sozialarbeit statt Videoüberwachung festhalten.

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Videoüberwachung in Marburg-Mitte gilt noch als unwahrscheinlich.

Quelle: Richter / Prautsch

Marburg. Es gelte, vor der Umsetzung von „Maßnahmen in diesem Bereich“, die polizeilichen Ermittlungsergebnisse­ zur Schlägerei zwischen 40 Flüchtlingen und Asylbewerbern am Montagabend abzuwarten, sagt Stephanie Theiss (Grüne), stellvertretende Ortsvorsteherin in Weidenhausen. Sofern sich nichts an der bisherigen Einschätzung der Polizei zum Erlenring als Kriminalitätsschwerpunkt ändere,  habe sich Videoüberwachung „erübrigt“.

Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) verweist auf laufende Gespräche mit der Polizei, „um zu sehen, welche weiteren Maßnahmen von städtischer Seite­ geeignet sind, um die Sicherheit zu erhöhen.“ Zusätzliche Abend- und Nacht-Streifen seien dabei eine Idee.

Die Polizei, die ihre Präsenz in Marburg-Mitte bereits vor Monaten ausgeweitet hat, verweist auf OP-Anfrage darauf, dass es schon jetzt im ganzen Landkreis „keinen Bereich gibt, an dem häufiger kontrolliert wird als rund um den Erlenring“, sagt Jürgen Schlick, Polizeisprecher.  

Das Gebiet zwischen Kino und Mensa gilt nicht nur unter Studenten als der zentrale Treffpunkt der Stadt – und bei Großveranstaltungen wie der Innenstadtkirmes, die am Montag noch lief, halten sich bisweilen Hunderte Besucher dort auf.

Im Internet herrscht Wut und Empörung über den Gewaltausbruch vor der Erlenring-Mensa­ vor. Integration solle in der Stadt gefördert werden, „aber als Dank wird randaliert und zerstört, und wir können nicht mehr in Ruhe durch Marburg gehen. Eine Schande ist das und macht mich sehr sehr wütend“, schreibt etwa Swenja Hassel auf dem OP-Facebookkanal.

Angesichts der Polizeiaussage, dass die Tatbeteiligten Asylbewerber und Flüchtlinge waren, stellen viele OP-Online-Leser nun Abschiede-Forderungen, etwa Michael Schmidt: „Alle in den Flieger und heim schicken, wer sich hier nicht benehmen kann.“ Ähnlich äußern sich Thomas Schneider („Dieses Pack gehört dahin geschickt, wo es hergekommen ist“) und Heinz-Dieter Schick („Unsere­ Politiker haben doch schon eine Lösung für das Problem: Die Familien nachholen, dann hören die damit auf“).

Andere OP-Online-Leser fokussieren auf den Alkoholkonsum in dem Gebiet: „Dass so etwas bei dieser Kirmes passiert, ist jetzt nicht überraschend. Aber vielleicht sollte auch mal wieder eine Alkoholsperrstunde eingeführt werden, hat früher bei dem Problem doch auch geholfen“, schreibt Schlomo Markava Sharon auf dem OP-Facebookkanal. Helmut Ehrmann unterstützt dieses Ansinnen („Mehr Kontrollen durch Polizei  und Ordnungsamt, das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen untersagen“) ebenso wie Florian Friedrich („Das ­Problem ist die Verbindung von Testosteron und Alkohol."

von Björn Wisker

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Streifenwagen.

Nach der Massenschlägerei von Flüchtlingen in Marburg ist die Polizei mit der Befragung von Tatbeteiligen und Zeugen beschäftigt. Es gehe auch darum, mögliche weitere Beteiligte zu finden, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

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