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Krause-Nachfolge wird am Institut geregelt

Professur Krause-Nachfolge wird am Institut geregelt

Die Professur der Marburger Uni-Präsidentin ­Professorin Katharina Krause wird vorzeitig nachbesetzt.

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Die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause in ihrem Büro im Uni-Verwaltungsgebäude.

Quelle: Thorsten Richter (Archiv)

Marburg. Die prominente Lehrstuhlinhaberin verließ  bei der Debatte im Uni-Senat über die Nachbesetzung ihrer Professur für Kunstgeschichte kurzzeitig den Saal. Die Marburger Uni-Präsidentin, Professorin Katharina Krause, machte aber vorher ausdrücklich  deutlich, dass sie nicht in den Ruhestand gehe. Stattdessen diene die vorzeitige­ Nachbesetzung ihrer Professur auch dazu, eine weitere Arbeitsfähigkeit im Institut zu garantieren, sagte Krause auf Anfrage der OP.

Nach dem Studium der Fächer Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie an den Universitäten in Marburg, München (Ludwig-Maximilians-Universität) und Paris (Sorbonne) sowie der Promotion 1988 in München und der Habilitation 1993 in Freiburg wurde Krause 1996 auf eine Professur für Kunstgeschichte an der Uni Marburg berufen. Ihre kunsthistorischen Forschungsschwerpunkte sind die Französische Kunst und Architektur und deren Nachahmungen in den deutschsprachigen Ländern im 17. und 18. Jahrhundert, die Bildkünste in Süddeutschland um 1500 sowie Bild und Text in der kunsthistorischen Fachliteratur. Einen Ruf auf eine Professur nach Köln lehnte sie im Jahr 2003 ab.

Nach zwei Perioden als Dekanin des Fachbereichs Germanistik und Kunstwissenschaften 1999/2000 sowie von 2004 bis 2006 war Krause 2006 bis 2010 Uni-Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, bis sie als Nachfolgerin von Professor Volker Nienhaus zur Präsidentin gewählt wurde.

Krause ist seit 2010 Uni-Präsidentin

Bereits seit Februar 2010 ist die Kunsthistorikerin jetzt schon als Präsidentin der Marburger Universität aktiv. Sie hat als Vorsitzende des Uni-Präsidiums die Richtlinienkompetenz. Zudem gehören zu ihren Hauptaufgaben im Präsidium die Umsetzung des Hochschulbauprogramms „Heureka“ sowie weitere Bauvorhaben der Universität, aber auch Angelegenheiten des Fachbereichs Medizin, des Centrums für Nah- und Mitteloststudien und des Zentrums für Synthetische Mikrobiologie.

Und diese Aufgabe ist zeitlich so umfassend, dass sie in Forschung und Lehre nur noch sehr eingeschränkt agieren kann. Bereits seit einem Jahr läuft nun Krauses zweite Amtsperiode, die insgesamt sechs Jahre dauert.
Krause ist also noch bis 2022 Präsidentin der Marburger Universität ist. Die Kunsthistorikerin wird in diesem Jahr dann ihren 62. Geburtstag feiern und wäre dann theoretisch auch noch für eine dritte Amtsperiode als Marburger Uni-Präsidentin wählbar.

Ansonsten wäre für sie die restlichen drei Jahre bis zu ihrer Pensionierung trotzdem noch eine Professur am Institut reserviert. Diese würde dann zeitweise parallel zur jetzt in der Besetzung befindlichen Professur weiterlaufen.

Im Uni-Senat fand die von der Berufungskommission ausgewählte Berufungsliste für die vorgezogene Nachfolge nach kurzer Debatte einstimmige Zustimmung. Das bedeutet, dass die Besetzung jetzt schnell erfolgen kann.

von Manfred Hitzeroth

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