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Nach Bibap kommt Kibap

Kita-Bauprogramm Nach Bibap kommt Kibap

Im Jugendhilfeausschuss sprach sich Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) gegen den Antrag von SPD und BfM aus. Dieser lege der Stadt Fesseln an und mache sie zu unflexibel bei kurzfristigem Bedarf.

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Im Jugendhilfeausschuss stellte Simona Lison (BSJ) eine neue Broschüre zu den Jugendtreffs in Marburg vor.

Quelle: Stadt Marburg

Marburg. Der Antrag von SPD und Bürgern für Marburg sieht vor, eine „langfristige, stabile und mit den betroffenen Einrichtungen gemeinsam entwickelte Planung für die zukünftigen Investitionen im Bereich der Kindertagesstätten“ zu entwickeln. Dieses Programm soll dem Stadtparlament noch vor der Sommerpause vorgelegt werden.

Analog zum Bauprogramm für die Schulen Bibap soll das ­Kibap Bedarfs- und Prioritätenlisten für alle Vorhaben über 100 000 Euro in einem Zeitraum von fünf Jahren, also etwa bis 2021 umfassen. Die Gesamtausgaben sollen sich auf etwa 600 Euro pro Platz und Jahr belaufen. Damit wolle man für die kommenden Haushaltsplanungen „eine Hausnummer“ haben,­ mit der man planen könne, erklärte ­Ulrich Severin (SPD) den Antrag seiner Fraktion.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle befand, der Antrag werfe viele Fragen auf und die Stadt „sollte sich diese Fesseln besser nicht anlegen“. Ein Kibap mache die Stadt zu unflexibel, um auch bei kurzfristig anstehenden Investitionen reagieren zu können, sagte Kahle. Die Grünen-Fraktion will einen Änderungsantrag einbringen. Laut diesem soll die Planung auch die Horteinrichtungen berücksichtigen. Außerdem führen die Grünen konkret die Neubauten der Einrichtung Am Teich und der Familien- und Nachbarschaftszentren im Stadtwald und Waldtal sowie die Sanierung für die Einrichtungen Geschwister-Scholl-Straße,­ Goldbergstraße und Unter dem Gedankenspiel an. Außerdem sollen die Ausgaben „so bemessen sein, dass der bedarfsgerechte Ausbau in den nächsten fünf Jahren sichergestellt ist“.

von Philipp Lauer

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