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Kennenlernen im „Ersti-Knäuel“

Stadtrallye Kennenlernen im „Ersti-Knäuel“

Gruppen junger Studienanfänger wandern derzeit durch Marburg und erkunden ihre neue Heimatstadt. Bei der traditionellen Stadtrallye der Fachschaften geht es seit gestern hoch her zwischen Mensa und Schloss.

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Als menschliches Knäuel endete diese Gruppe Studienanfänger im Fach Rechtswissenschaften auf dem Marktplatz.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Ab nächster Woche­ wird es ernst für die Erstis – dann beginnt der Studienalltag mit Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen. In der Woche vor Studienbeginn geht es da eher feucht-fröhlich zu. Gestern begaben sich Hunderte Erstis auf Wettkampftour durch die Innenstadt, lernten dabei ihre neue Wahlheimat und auch gleich die Studienkollegen kennen.

Seit Montag sind die neuen Erstis da und erkunden die Stadt. Wir haben Fotos von den Kneipentouren durch die Oberstadt.

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Eine umfangreiche Rallye hatte unter anderem die Fachschaft der Rechtswissenschaften organisiert, welche die Neulinge gruppenweise durch die unbekannte Stadt lotste und mit kleinen Geschicklichkeits- und Denkspielen unterhielt.

Auf dem Marktplatz stand eine besondere Herausforderung an: Eine Plastikplane musste eng zusammengefaltet werden und zwar, während die gesamte Ersti-Gruppe, bestehend aus rund einem Dutzend Studenten, darauf stand. Das zudem unter Zeitdruck.

Zur Belohnung gab es einen­ Umtrunk

Aus den ersten Bauversuchen entwickelte sich stets ein leicht instabiles Ersti-Knäuel. Eng zusammengedrängt machten sich die Gruppen mit Händen und besonders mit Füßen ans Werk. Koordination war da gefragt. Vorne, hinten, links, rechts – wo und wie geknickt und gefaltet wurde, war Sache guter Absprache untereinander. Wer drohte umzufallen, wurde von den Kollegen aufgefangen, während die nächste Gruppe die Mitstudenten johlend von der Seite anfeuerte.

Zur Belohnung gab es einen­ Umtrunk, bevor die Gruppen weiter durch die Stadt zu den nächsten Spielen zogen. Das wärmte bei dem nasskalten Wetter so manchem das Gemüt und sorgte für gute Stimmung. Trinkspiele gehörten zu einer Rallye mit dazu, stünden aber nicht im Mittelpunkt, erklärte­ Teamerin Sophie Wintzigerode,­ „es geht darum, Spaß zu haben, aber in Maßen“. Mit Spielen und kleinen Wettkämpfen sollten vor allem das Teamwork in den Gruppen gefördert und Hürden abgebaut werden.

Die meisten Studienanfänger kommen von außerhalb nach Marburg, kennen nur wenige Leute vor Ort und die neuen Uni-Kollegen noch nicht. Die sollten sich zusammenraufen und nicht alleingelassen werden in der fremden Stadt, der Zusammenhalt sei wichtig.

Der Parcours kreuz und quer durch die Stadt bestand aus mehreren Stationen und kleinen Herausforderungen. Von Bierpong und Tretbootfahren, über Malen mit verbundenen Augen und Pantomimentheater bis zum Gesetze-Quiz für die angehenden Juristen. Die schnellste Gruppe gewann den Wettbewerb.

„Es macht Spaß und ist eine gute Gelegenheit, die Leute kennenzulernen“, fand Erstsemester Marcel Deboy. Den Nachmittag ließen die Studenten mit Grillparty am Schloss gemütlich ausklingen.

von Ina Tannert

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