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"KUSS" zeigt das pralle Leben auf der Bühne

KuckSchauSpiel "KUSS" zeigt das pralle Leben auf der Bühne

18 Theatergruppen, 19 Stücke, 100 Workshops – das sind die Eckdaten für die 23. Auflage der Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche „KuckSchauSpiel“, kurz „KUSS“.

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Das Theater Junge Generation aus Dresden präsentiert „Der Junge mit dem Koffer“ in einer ungewöhnlichen Inszenierung.

Quelle: Hessisches Landestheater Marburg

Marburg. Vom 11. bis 17. März präsentiert das Hessische Landestheater Marburg Gastspiele­ von Theatergruppen aus ganz Deutschland und aus dem Ausland mit ausgewählten Produktionen für Menschen von zwei Jahren bis ins hohe Alter. Etwa 100 Stück hat das Festivalteam im Vorfeld angesehen und die besten ausgewählt, die nun in Marburg aufgeführt werden.

Ein Angebot, das man trotz ­seiner schönen Regelmäßigkeit­ nicht für selbstverständlich halten sollte, wie Intendant Matthias Faltz betont. Und dessen Bedeutung man nicht unterschätzen sollte, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, denn Theater als Ort von Bildung sei für Kinder vielleicht noch wichtiger als für Erwachsene. Das Land Hessen und die Stadt Marburg finanzieren das Festival alljährlich mit der Unterstützung von Sponsoren und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, der seit diesem Jahr einen festen Haushaltsposten von 9000 Euro für das Festival eingerichtet hat. Eine gute Entscheidung angesichts der Tatsache, dass nicht nur viele Zuschauer aus dem Landkreis zu den Aufführungen kommen, sondern auch mehr als die Hälfte des begleitenden Workshop-Programms von Schulen im Landkreis gebucht wird.

Familie ist immer wieder Thema in Stücken

Das Festival eröffnen wird das Hessische Landestheater Marburg am 11. März um 18 Uhr mit „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ für Kinder ab acht Jahren, einer abenteuerlichen Räubergeschichte. Bis zum 17. März gibt es dann Aufführungen von morgens bis abends. Schon die Jüngsten ab zwei Jahren können in „Nero“ eine auf sie zugeschnitten Licht-Performance erleben. Auf der anderen Seite gibt es mit „Tigermilch“ und „Hass“ Produktionen, die sich mit auf ganz direkte Weise und ohne erhobenen Zeigefinger mit Themen für Jugendliche ab 14 befassen.

Tanztheater, Figurentheater, Musiktheater – das Festival bietet die ganze Bandbreite an Ausdrucksformen. Thema ist immer wieder die Familie, zum Beispiel in „Als wir verschwanden“ vom Frankfurter Theater Gruene Sosse, das davon erzählt, wie eine Scheidung eine Familie zerreißt, oder mit dem niederländischen Danstheater de Stilte, das in „Ain´t Misbehaving“  erzählt, wie sich Eltern und Kinder aus der miesen Alltagsstimmung in Traumwelten sehnen.

Ein ganz besonderer Favorit der Festivalorganisatoren ist „Der Junge mit dem Koffer“ vom Theater Junge Generation aus Dresden, das die Geschichte eines Flüchtlingsjungen, der ohne seine Eltern auf der Reise ist, mit Puppen, Objekten und viel Musik auf ganz besondere Weise erzählt.

Kartenvorverkauf beginnt am 7. Februar

Für dieses Stück gilt wie auch für alle anderen: Wer Karten will, muss sich beeilen. Denn in den Vorjahren war das Kuss-Festival stets komplett ausverkauft. Der Kartenvorverkauf beginnt am 7. Februar. Die Karten gibt es nicht nur an der Theaterkasse, sondern auch auf der Theater-Homepage und an allen Vorverkaufsstellen.  

Die Anmeldefrist für die Workshop-Angebote für Kindergärten und Schulen ist bereits angelaufen, und wie stets wird das umfangreiche Angebot nicht für alle Anfragen ausreichen. Etwa 1600 Kinder können das Angebot wahrnehmen. 70 verschiedene Workshops gibt es, etwa die Hälfte davon integrativ. Neu ist diesmal ein Kombi-Angebot, bei dem Mitglieder einer Theatergruppe, die beim Festival gastiert, in die Schulen kommen und anschließend das Stück der Gruppe besucht wird.

Den Abschluss des Festivals bildet die Preisverleihung am 17. März ab 18 Uhr. Der Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg stiftet den mit 2000 Euro dotierten Preis, der an die von einer Jury aus Kindern und Jugendlichen ausgewählten Sieger geht. Und außer Konkurrenz tritt danach das Theater Mummpitz aus Nürnberg auf, das mit „Kaschtanka“ die wundersame Geschichte eines Hündchens erzählt, für alle Altersgruppen, mit Live-Musik und Zirkus-Elementen.

Die Eintrittspreise bleiben  stabil: sechs Euro für Kinder, neun Euro für Erwachsene. Nicht viel Geld für die Gelegenheit, ­herausragende Produktionen direkt vor der Haustür sehen zu können.

von Heike Döhn

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